LONDON (dpa-AFX) – Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im September wie erwartet aufgehellt. Wie das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 1,0 Punkte auf 56,7 Punkte. Damit bestätigte Markit wie von Volkswirten erwartet eine erste Schätzung. Im September erreichte der Konjunkturindikator damit den höchsten Wert seit vier Monaten. Er liegt auf einem vergleichsweise hohen Niveau und deutlich über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten.

Laut Markit hellte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Dienstleistungen auf. Zuwächse im Dienstleistungssektor gab es unter anderem in Spanien, Frankreich und Deutschland. In Italien trübte sich der Indexwert hingegen überraschend stark ein.

In der Industrie hellte sich die Stimmung in allen führenden Volkswirtschaften der Eurozone auf, mit Ausnahme von Italien, wo die Stimmung auf hohen Niveau stagnierte.

"Die finalen September-PMIs runden ein beeindruckendes drittes Quartal 2017 ab", kommentierte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Er rechnet im dritten Quartal im gemeinsamen Währungsraum mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. Außerdem sei mit einem positiven Start ins vierte Quartal zu rechnen. "Das Wachstum gewinnt überdies immer mehr an Breite, was den Aufschwung zusätzlich festigen dürfte", sagte Williamson.

^Region/Index September Prognose September Vormonat

(endgültig) (vorab)

EURORAUM
Gesamt 56,7 56,7 56,7 55,7
Verarb. Gew. 58,1 58,2 58,2 57,4
Dienste 55,8 55,6 55,6 54,7

DEUTSCHLAND
Verarb. Gew. 60,6 60,6 60,6 59,3
Dienste 55,6 55,6 55,6 53,5

FRANKREICH
Verarb. Gew. 56,1 56,0 56,0 55,8
Dienste 57,0 57,1 57,1 54,9

ITALIEN
Verarb. Gew. 56,3 56,8 — 56,3
Dienste 53,2 55,0 — 55,1

SPANIEN
Verarb. Gew. 54,3 53,0 — 52,4
Dienste 56,7 55,5 — 56,0°

(Angaben in Punkten)

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