LONDON (dpa-AFX) – Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich im November abermals verbessert. Der Einkaufsmangerindex für die Gesamtwirtschaft erhöhte sich um 1,5 Punkte auf 57,5 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die erste Schätzung wurde damit bestätigt. Der aktuelle Wert ist der höchste seit rund sechseinhalb Jahren. Werte über 50 Punkte deuten auf Wachstum hin, Werte darunter auf wirtschaftliche Schrumpfung.

Sowohl die Stimmung in der Industrie als auch in den Dienstleistungsunternehmen hellte sich weiter auf. In Deutschland fiel die Entwicklung jedoch zwiespältig aus, weil der Indikator für die Dienstleister fiel, während die Industriestimmung besser war. In Frankreich und Italien hellten sich beide Indizes auf. In Spanien fiel die Entwicklung ähnlich wie in Deutschland aus.

"Die Eurozone hat im November einen Satz gemacht und einen fulminanten Jahresausklang eingeleitet", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Er sprach von einer breiten Wachstumsbelebung, selbst Spanien trotze der durch das katalanische Unabhängigkeitsbestreben ausgelösten politischen Unsicherheit. Allerdings dürfte das Schlussquartal das schwächste für Spanien in diesem Jahr werden, vermutet Williamson.

^Region/Index November Prognose November Vormonat

(endgültig) (vorab)

EURORAUM
Gesamt 57,5 57,5 57,5 56,0
Verarb. Gew. 60,1 60,0 60,0 58,5
Dienste 56,2 56,2 56,2 55,0

DEUTSCHLAND
Verarb. Gew. 62,5 62,5 62,5 60,6
Dienste 54,3 54,9 54,9 54,7

FRANKREICH
Verarb. Gew. 57,7 57,5 57,5 56,1
Dienste 60,4 60,2 60,2 57,3

ITALIEN
Verarb. Gew. 58,3 58,3 — 57,8
Dienste 54,7 53,2 — 52,1

SPANIEN
Verarb. Gew. 56,1 56,5 — 55,8
Dienste 54,4 55,0 — 54,6°

(Angaben in Punkten)

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