LUXEMBURG (dpa-AFX) – In der Eurozone hat die Industrieproduktion im Februar überraschend weiter geschwächelt: Die Industrieunternehmen des Währungsraums haben ihre Produktion im Monatsvergleich um 0,8 Prozent zurückgefahren, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Damit ist die Fertigung bereits den dritten Monat in Folge gesunken. Enttäuschende Produktionsdaten in großen Volkswirtschaften des Euroraums hatten den erneuten Dämpfer zuletzt angedeutet.

Dennoch wurden Analysten von den Februar-Daten auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent im Monatsvergleich erwartet. Allerdings war die Fertigung im Januar nach revidierten Daten nicht so stark gesunken, wie bisher gedacht. Eurostat revidierte den Rückgang von ursprünglich 1,0 Prozent auf nur noch 0,6 Prozent.

Der Februar-Dämpfer erklärt sich mit einem Rückgang der Produktion von Investitionsgütern im Monatsvergleich um 3,6 Prozent, von Gebrauchsgütern um 2,1 Prozent, von Vorleistungsgütern um 0,8 Prozent und von Verbrauchsgütern um 0,5 Prozent. Dagegen meldete Eurostat einen Anstieg der Energieproduktion um 6,8 Prozent.

Vor allem in den baltischen Staaten Estland und Litauen sowie in Malta und Portugal wurde im Monatsvergleich deutlich weniger produziert. Dagegen habe es in den Niederlanden und Lettland mit einem Plus von je 3,9 Prozent den stärksten Anstieg der Fertigung geben.

Im Jahresvergleich stieg die Produktion im Euroraum im Februar laut Eurostat um 2,9 Prozent. Auch das lag deutlich unter den Erwartungen./jkr/bgf/das