FRANKFURT (dpa-AFX) – In der Eurozone ist die Geldmenge im Juli überraschend stark gewachsen. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg zum Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 4,7 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte der Anstieg 4,5 Prozent betragen.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 legte ebenfalls zu. Die Wachstumsrate lag im Juli bei 7,8 Prozent, nach 7,2 Prozent im Monat zuvor. M1 gilt aufgrund des hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als Konjunkturindikator.

Wenig Veränderung zeigte sich hingegen bei der Kreditvergabe. Die Kreditvergabe an die privaten Haushalte sei im Juli um 3,4 Prozent im Jahresvergleich gewachsen, hieß es weiter. Im Juni hatte die Rate bei 3,3 Prozent gelegen. Die Wachstumsrate der Kredite an Unternehmen außerhalb des privaten Finanzsektors verharrte auf 3,9 Prozent./jkr/jsl/jha/