FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Geldmenge im Euroraum ist im Oktober etwas schwächer gewachsen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte, erhöhte sich die breit gefasste Geldmenge M3 zum Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate korrigiert 5,2 (zunächst 5,1) Prozent betragen. Analysten hatten mit 5,1 Prozent gerechnet.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 verlangsamte sich von 9,8 auf 9,4 Prozent. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Die Kreditvergabe an private Haushalte wuchs im Oktober wie im Vormonat um 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Kreditvergabe an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors erhöhte sich um 2,9 Prozent, nach 2,4 Prozent im Vormonat. Die lange Zeit sehr schwache Kreditvergabe wächst seit einiger Zeit wieder etwas stärker. An die hohen Wachstumsraten aus der Zeit vor der Euro-Krise reicht die aktuelle Entwicklung aber nicht heran./bgf/jkr/oca