LUXEMBURG (dpa-AFX) – Zahlreiche EU-Kredite für kleine und mittlere Unternehmen sind einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zufolge überflüssigerweise vergeben worden. Solche Darlehen müssten zielgerichteter an Firmen gehen, die tatsächlich Bedarf hätten und auch ein hohes Innovationspotenzial vorweisen könnten, erklärten die Rechnungsprüfer am Donnerstag in Luxemburg.

Unternehmen, die von EU-Fördergeldern in der Vergangenheit profitiert hatten, wiesen zwar laut den Prüfern in der Regel ein längerfristiges Wachstum auf. Allerdings seien manche Gelder auch an Betriebe gegangen, die sich problemlos auf andere Art hätten finanzieren können. Bei an Innovationsziele geknüpften Krediten seien letztlich nur mäßige Innovationen herausgekommen, hieß es zudem.

Der Rechnungshof hatte die Vergabe von EU-Geldern an kleine und mittlere Unternehmen in neun EU-Staaten – darunter auch Deutschland – untersucht. In der EU-Haushaltsperiode von 2014 bis 2020 sind dafür rund 1,8 Milliarden Euro vorgesehen. Gelder werden unter anderem über den Europäischen Investitionsfonds (EFI) vergeben./asa/DP/zb