FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Europäische Zentralbank (EZB) wird sich genauer mit den Auswirkungen ihres negativen Einlagensatzes auseinandersetzen. Es werde geprüft, ob negative Begleiterscheinungen des Minuszinses – soweit vorhanden – abgemildert werden müssten, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch nach der Zinsentscheidung der Notenbank in Frankfurt.

Der Einlagensatz der EZB ist seit fast fünf Jahren negativ und beträgt seit etwa drei Jahren minus 0,4 Prozent. Er gilt für Banken, die Überschussreserven auf ihrem Konto bei der EZB halten. Das sind in erster Linie Banken aus Deutschland und Frankreich. Für die Banken wirkt der Negativzins wie eine Art Strafzins. Hauptziel des Negativzinses ist eine Ausweitung der Kreditvergabe durch die Banken./bgf/elm/fba