ROUNDUP 2: Merkel gibt CDU-Vorsitz ab und zieht sich 2021 aus der Politik zurück

BERLIN – CDU-Chefin Angela Merkel gibt nach massiven Verlusten ihrer Partei bei der Hessen-Wahl die Parteiführung ab, will aber bis zum Ende der Wahlperiode 2021 Kanzlerin bleiben. Dann will sie sich ganz aus der Politik zurückziehen, kündigte die 64-Jährige am Montag nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin an. Sie werde nicht wieder als Kanzlerin und auch nicht wieder für den Bundestag kandidieren. Auch andere politische Ämter strebe sie nicht an.

USA: Konsumausgaben steigen wie erwartet

WASHINGTON – In den USA sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte im September wie erwartet gestiegen. Sie erhöhten sich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten diesen Zuwachs erwartet. Der Anstieg im Vormonat wurde nachträglich von 0,3 auf 0,5 Prozent angehoben.

ROUNDUP/Rechtsruck im Samba-Land: Ex-Militär gewinnt Wahl in Brasilien

RIO DE JANEIRO – Brasilien schwenkt nach rechts: Das fünftgrößte Land der Welt wird künftig von einem Mann regiert, der die Militärdiktatur verherrlicht, Schwule verachtet und politischen Gegnern mit Gewalt und Gefängnis droht.

Expertin: Merkels Rückzug könnte Italien-Problem verschärfen

FRANKFURT – Ein Rückzug Angela Merkels vom Parteivorsitz der CDU könnte sich negativ auf die Lösung des Haushaltsstreits mit Italien auswirken. Zu diesem Schluss gelangt das britische Analysehaus Capital Economics in einem Kurzkommentar vom Montag. "In dem derzeitigen Klima der Unsicherheit braucht die Eurozone mehr denn je eine ruhige Hand, und Frau Merkel war in der Vergangenheit der Schlüssel zur Vermittlung von Kompromissen", schreibt Europa-Chefvolkswirtin Jennifer McKeown. Angesichts ihrer geschwächten Position könne es länger dauern, bis eine Einigung über den italienischen Haushalt erzielt werde. Dadurch erhöhten sich die Ansteckungsgefahr für andere Märkte und die Risiken für italienische Banken.

Seehofer bedauert Merkels Verzicht auf CDU-Vorsitz: ‘Es ist schade’

LEBACH – Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat den Verzicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine neue Kandidatur für den CDU-Vorsitz bedauert. "Es ist schade. Ich sage ausdrücklich: Es ist schade", sagte Seehofer am Montag beim Besuch des neuen Ankerzentrums für Asylbewerber im saarländischen Lebach. "Wir haben uns manche Diskussionen geleistet, aber es war immer eine vertrauensvolle, vom gegenseitigen Respekt getragene Zusammenarbeit", fügte er hinzu. "Und insofern finde ich es schade, dass nun diese Zäsur stattfinden soll." Dies sei letztlich eine Entscheidung, die nur eine Person selbst treffen könne. "Ich will aber nicht verhehlen, dass ich es bedaure."

Briten bekommen Brexit-Münze

LONDON – Großbritannien will einem Medienbericht zufolge eine neue 50-Pence-Münze zum Brexit einführen. Das Geldstück mit der Aufschrift "Freundschaft mit allen Nationen" soll ab dem Tag des EU-Austritts erhältlich sein, wie die Zeitung "The Sun" am Montag berichtete. Die Münze mit einem Porträt von Königin Elizabeth II. soll sieben Ecken haben. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Großbritannien will sich am 29. März 2019 von der EU trennen.

Dreyer gegen sofortigen Ausstieg aus großer Koalition im Bund

BADEN-BADEN – Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer hat sich nach der Hessen-Wahl gegen ein sofortiges Ende der großen Koalition im Bund ausgesprochen. "Persönlich bin ich der Auffassung, dass wir nicht davon profitieren, wenn wir jetzt aussteigen", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin am Montag dem SWR. "Ich finde es immer sehr schwer vermittelbar, wenn man aufgrund von Landtagswahlergebnissen am Ende entscheiden möchte, ob man im Bund in einer Regierung ist oder bleibt oder nicht."

Aufatmen an italienischen Finanzmärkten nach Ratingentscheidung

FRANKFURT – Die jüngste Bestätigung der Kreditwürdigkeit von Italien durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat zu einer Entspannung an den italienischen Finanzmärkten geführt. Die Kurse italienischer Staatsanleihen legten zu. Zudem profitierte auch der italienische Aktienmarkt.

Kreise: China will Autosteuer halbieren

PEKING – Chinas Regierung will Kreisen zufolge der schwächelnden Nachfrage auf dem Automarkt mit Steuersenkungen entgegenwirken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf informierte Personen berichtet, will die Reform- und Entwicklungskommission (NDRC) die Steuer, die beim Autokauf anfällt, von 10 auf 5 Prozent halbieren. Die Steuerkürzung gelte für Kleinwagen mit weniger als 1,6 Liter Hubraum, die den Großteil der Autokäufe ausmachen.

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