Nominierter Fed-Chef Powell signalisiert Kontinuität

WASHINGTON – Der nominierte Fed-Chef Jerome Powell hat offenbar nicht vor, viel an der geldpolitischen Linie der amerikanischen Notenbank Fed zu ändern. Darauf deutet seine Rede hin, die er am Dienstagmorgen (Ortszeit) vor dem Bankenausschuss des US-Senats in Washington halten wird. Falls er als Fed-Vorsitzender bestätigt würde, versuchte er mit seinen Kollegen in der Notenbank, die Wirtschaft weiter in Richtung vollständige Erholung zu unterstützen, heißt es in der Stellungnahme, die bereits in der Nacht veröffentlicht wurde.

USA: Verbraucherstimmung auf höchstem Stand seit 17 Jahren

WASHINGTON – Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im November überraschend aufgehellt und ist auf ein neues 17-Jahreshoch gestiegen. Der vom Conference Board erhobene Indikator sei um 3,3 Punkte auf 129,5 Zähler gestiegen, teilte das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mit. Das ist der höchste Stand seit November 2000. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 124,0 Punkte erwartet.

USA: Hauspreise ziehen deutlich an – Case-Shiller-Index

NEW YORK – Die Preise am US-Häusermarkt, gemessen am Case-Shiller-Index, sind im September so stark gestiegen wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Preise in den zwanzig größten Ballungsgebieten um 6,19 Prozent, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Das ist der stärkste Zuwachs seit Mitte 2014. Analysten hatten mit einem Anstieg um 6,04 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,52 Prozent. Das war ebenfalls stärker als erwartet.

ROUNDUP: Deutschlands Verbraucher zu Weihnachten in Konsumlaune

FRANKFURT – Pünktlich zur heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts zeigen sich Deutschlands Verbraucher in bester Konsumstimmung. "Wir werden auch 2017 mit vollen Gabentischen rechnen können", sagte GfK-Marktforscher Wolfgang Adlwarth am Dienstag in Frankfurt. Die Konsumenten planten zum Fest erneut ein vergleichsweise hohes Budget für Geschenke ein: Inklusive Geldpräsenten (3,5 Mrd Euro) sollen es in diesem Jahr 17,8 Milliarden Euro sein – genauso viel wie in den beiden Vorjahren.

Deutschland: Einfuhrpreise steigen etwas stärker als erwartet

WIESBADEN – Die Preise nach Deutschland importierter Güter sind im Oktober etwas stärker gestiegen als erwartet. Das Preisniveau sei 2,6 Prozent höher ausgefallen als vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 2,5 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte die Jahresrate 3,0 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Einfuhrpreise im Oktober um 0,6 Prozent.

Eurozone: Geldmenge wächst etwas schwächer

FRANKFURT – Die Geldmenge im Euroraum ist im Oktober etwas schwächer gewachsen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte, erhöhte sich die breit gefasste Geldmenge M3 zum Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate korrigiert 5,2 (zunächst 5,1) Prozent betragen. Analysten hatten mit 5,1 Prozent gerechnet.

Frankreich: Verbraucherstimmung hellt sich stärker als erwartet auf

PARIS – Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im November überraschend deutlich verbessert. Der entsprechende Indikator stieg um zwei Punkte auf 102 Zähler, wie die Statistikbehörde Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 101 Punkte gerechnet.

Bitcoin knackt auf einzelnen Handelsplattformen 10 000 Dollar-Marke

FRANKFURT – Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Rekordjagd am Dienstag fortgesetzt und auf einigen Handelsplattformen die Marke von 10 000 US-Dollar geknackt. Am Vormittag zeigten die Kurse der Portale "Gatecoin", "Lykke" und "Remitano" erstmals Preise oberhalb der neuen Rekordmarke. Auf den führenden Handelsplattformen wie zum Beispiel "Bitstamp" oder "Coinbase" blieben die Notierungen aber weiter knapp unter der Marke von 10 000 Dollar.

ROUNDUP: Britische Notenbank sieht Großbanken für harten Brexit gewappnet

LONDON – Die wichtigsten britischen Kreditinstitute sind nach Meinung der Bank of England auch für ein planloses Ausscheiden des Landes aus der Europäischen Union stark genug aufgestellt. Selbst im Falle größerer ökonomischer Verwerfungen könnten die Geldhäuser die britische Wirtschaft mit Krediten versorgen, erklärte die Notenbank am Dienstag in London.

ROUNDUP/OECD: Weltwirtschaft gewinnt 2018 nochmals leicht an Fahrt