ROUNDUP: US-Wirtschaft wächst Ende 2017 etwas stärker

WASHINGTON – Die Wirtschaft der USA ist am Jahresende 2017 etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Im vierten Quartal lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um auf das Jahr hochgerechnet 2,9 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington nach einer dritten Schätzung mitteilte. Das ist etwas mehr als noch in einer zweiten Erhebung mit 2,5 Prozent ermittelt. Im dritten Quartal hatte das annualisierte Wachstum 3,2 Prozent betragen.

USA: Schwebende Hausverkäufe steigen stärker als erwartet

WASHINGTON – In den USA sind die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Februar stärker als erwartet gestiegen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe legten zum Vormonat um 3,1 Prozent zu, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 2,0 Prozent erwartet. Im Vormonat waren sie im Monatsvergleich um revidierte 5,0 Prozent (zunächst 4,7 Prozent) gesunken.

Probleme bei Attacke auf den Dollar: Chinas Rohöl-Handel in Yuan wackelt

PEKING – Wenige Tage nach Chinas zunächst erfolgreichem Einstieg in den globalen Ölhandel mit einem eigenen Finanzprodukt sorgen starke Kursbewegungen für Skepsis. Der Wert des zum Wochenbeginn eingeführten Öl-Terminkontrakts in der Landeswährung Yuan (Renminbi) fiel zwischenzeitlich um fast 5 Prozent gegenüber dem am Dienstag fixierten Preis. Die Attacke aus dem Reich der Mitte gegen die Vorherrschaft des Dollar am Ölmarkt stößt damit auf erste Probleme.

ROUNDUP: Euro oder Zloty? Brüssel will mehr Transparenz bei Zahlungskosten

BRÜSSEL – Verbraucher und Reisende in Europa sollen künftig besser über die Kosten von Zahlungen aufgeklärt werden, bei denen mehrere EU-Währungen im Spiel sind. Die EU-Kommission präsentierte am Mittwoch in Brüssel einen Vorschlag, wonach verdeckte Zusatzkosten unterbunden würden. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten diesem noch zustimmen. Verbraucherschützer zeigten sich jedoch bereits sehr angetan.

ROUNDUP: Warnstreiks im öffentlichen Dienst auch nach Ostern geplant

SAARBRÜCKEN/FRANKFURT – Kurz vor einer neuen Tarifrunde im öffentlichen Dienst müssen sich die Bürger wieder auf bundesweite Warnstreiks einstellen. Nach einer Osterpause seien Arbeitsniederlegungen insbesondere zwischen dem 9. und 13. April geplant, kündigte der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, am Mittwoch in Saarbrücken an. "Gehen Sie davon aus, dass die Mobilisierung breit ist und auch flächendeckend", sagte er. "Das schließt den Kita-Bereich ebenso ein wie die Abfallentsorgung und die Flughäfen ebenso wie die Krankenhäuser."

Chemiebranche warnt vor hartem Brexit

FRANKFURT – Ein Jahr nach dem Brexit-Antrag Großbritanniens warnt die deutsche Chemie- und Pharmabranche erneut vor einem unkontrollierten EU-Austritt des Landes. Ein "harter Brexit" würde die deutsche Schlüsselindustrie besonders hart treffen, erklärte Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VCI, am Mittwoch in Frankfurt. "Plötzlich fehlende Registrierungen oder Zulassungen für chemische Produkte aus Großbritannien würden zahlreiche Lieferketten mit einem Schlag zum Erliegen bringen", warnte er. Davon wären auch die Abnehmer von Chemieprodukten wie die Auto-, Konsumgüter- und Baubranche "massiv betroffen".

Brexit in einem Jahr: Wirtschaft hofft auch künftig auf enge Bindung

BRÜSSEL – Ein Jahr vor dem Brexit mahnt die deutsche Wirtschaft, auf Dauer eine enge Bindung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien zu erhalten. "Die derzeitigen außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen zeigen, wie fundamental eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Vereinigten Königreich und den EU-Partnern ist", erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie am Mittwoch. "Ein Abkommen über eine möglichst enge Partnerschaft sollte sofort verhandelt werden. Die Zeit drängt."

ROUNDUP/Bundesagentur: Jobangebot verharrt auf hohem Niveau

NÜRNBERG – Nach einer teils stürmischen Aufwärtsentwicklung in den zurückliegenden vier Jahren hat sich die Zahl der offenen Stellen in Deutschland auf hohem Niveau stabilisiert. Seit Dezember 2017 sei die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht mehr gewachsen, liege aber dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch unter Berufung auf ihren aktuellen Stellenindex BA-X. Ähnlich beurteilt auch das Münchner Ifo-Institut die Lage auf dem Stellenmarkt.

ROUNDUP: Deutsche Verbraucher weiter in bester Konsumlaune

NÜRNBERG – Die deutschen Verbraucher sind nach einem vorübergehenden Stimmungstief inzwischen wieder in bester Konsumlaune. Sie hätten zuletzt nicht nur die konjunkturelle Lage wieder optimistischer als im Vormonat beurteilt, sondern seien auch wieder vermehrt zu größeren Ausgaben bereit, schreibt das Marktforschungsunternehmen GfK in seiner am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie für März. Schließlich kalkulierten sie für die nächste Zeit mit einem steigenden Einkommen.

Frankreich: Verbraucherstimmung stagniert wie erwartet