ROUNDUP 2: Wirtschaft im Sommerhoch – Ifo-Index steigt überraschend stark

MÜNCHEN – Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist erstmals seit neun Monaten wieder gestiegen, und das unerwartet stark. Im August habe der Ifo-Geschäftsklimaindex um 2,1 Punkte auf 103,8 zugelegt, teilte das Ifo-Institut am Montag in München mit. Damit ist das Konjunkturbarometer zum ersten Mal seit vergangenem November wieder gestiegen. Damals hatte der Ifo-Index ein Rekordhoch bei revidiert 105,3 Punkten erreicht. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten nur einen leichten Zuwachs um 0,1 Punkte erwartet.

Kreise: USA und Mexiko einigen sich im Handelsstreit

WASHINGTON – Die USA und Mexiko stehen Kreisen zufolge vor einer Neuordnung ihrer Handelsbeziehungen. US-Präsident Donald Trump habe ein bilaterales Abkommen mit dem südlichen Nachbarland Mexiko unterschrieben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannten Personen, die mit den Vorgängen vertraut seien. Eine offizielle Mitteilung soll noch im Verlauf des Tages erfolgen.

ROUNDUP 2/Iran klagt gegen US-Sanktionen: ‘Nackte Aggression’

DEN HAAG – Mit scharfen Angriffen gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen gegen den Iran hat am Montag ein Streit zwischen Teheran und Washington vor dem höchsten UN-Gericht in Den Haag begonnen. "Diese Politik ist nichts als nackte Wirtschaftsaggression gegen mein Land", sagte der Anwalt der Islamischen Republik Iran, Mohsen Mohebi, vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. US-Außenminister Mike Pompeo nannte die Klage "einen Missbrauch des Gerichts".

Fall Skripal: USA setzen neue Sanktionen gegen Russland in Kraft

WASHINGTON/MOSKAU – Die USA haben die angekündigten neuen Sanktionen gegen Russland wegen des Giftanschlags in Großbritannien auf den früheren russischen Agenten Sergej Skripal in Kraft gesetzt. Erstmals wird Russland nach einem US-Gesetz gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen bestraft und damit in eine Reihe mit Syrien und Nordkorea gestellt.

Airbus-Subventionsstreit in WTO geht nach EU-Antrag weiter

GENF – Auf Verlangen der Europäischen Union geht der seit 14 Jahren andauernde Airbus -Subventionsstreit in der Welthandelsorganisation (WTO) weiter. Die EU hofft, damit milliardenschwere Vergeltungszölle abzuwenden. Der Streitschlichtungsausschuss setzte am Montag ein sogenanntes Panel ein, das auf Antrag der EU die lückenlose Umsetzung aller WTO-Auflagen feststellen soll.

Erdogan setzt Annäherung an Europa fort – Telefongespräch mit May

ISTANBUL – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan setzt inmitten einer schweren Währungskrise seine diplomatische Offensive Richtung Europa fort und hat mit der britischen Premierministerin Theresa May telefoniert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, sei es dabei am Montag auch um Wirtschaft, Handel und Investitionen gegangen. Demnach soll es bald ein Treffen zwischen dem türkischen Finanzminister Berat Albayrak und seinem britischen Amtskollegen geben.

ROUNDUP/Iran klagt gegen US-Sanktionen: ‘Nackte Aggression’

DEN HAAG – Mit scharfen Angriffen gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen gegen den Iran hat am Montag ein Streit zwischen Teheran und Washington vor dem höchsten UN-Gericht in Den Haag begonnen. "Diese Politik ist nichts als nackte Wirtschaftsaggression gegen mein Land", sagte der Anwalt der Islamischen Republik Iran, Mohsen Mohebi, vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag.

Deutschland: Zahl der regulären Jobs weiter gestiegen

WIESBADEN – In Deutschland sind im vergangenen Jahr 116 000 zusätzliche reguläre Jobs entstanden. Die Zahl der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis – unbefristet, voll sozialversicherungspflichtig mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden – erhöhte sich auf rund 25,8 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Ein Teil ist auf einen Anstieg der Beschäftigten mit einem Teilzeitjob von mehr als 20 Stunden um rund 74 000 auf knapp 3,7 Millionen zurückzuführen.

Finanzminister Schäfer: Haben uns gegen Risiken abgesichert

WIESBADEN – Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hat die Finanzgeschäfte des Landes mit Zinsderivaten verteidigt. "Wir glauben, wir haben verantwortlich gehandelt", sagte der Minister am Montag dem Sender hr-Info. Das Land habe Wert darauf gelegt, einen Teil seiner Verschuldung mit einer Zinssicherung auszustatten, "um planbar sicher zu wissen, welche Zinsen wir in den darauffolgenden Jahren zahlen". Aus damaliger Sicht habe man das zu "günstigen Konditionen" gemacht.

ROUNDUP 2: SPD macht weiter Druck für stabile Renten über 2025 hinaus