ROUNDUP: EZB sieht schwächeres Wachstum – Draghi zuversichtlich für Italien

FRANKFURT – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor einer langsameren Wirtschaftsentwicklung im Euroraum gewarnt. Nach der Zinssitzung der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt sagte EZB-Präsident Mario Draghi, jüngste Konjunkturdaten seien etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Zugleich bestätigten die Wirtschaftsdaten ein anhaltendes Wachstum auf breiter Basis. Unterdessen gab sich Draghi zuversichtlich, dass im italienischen Haushaltsstreit eine Lösung gefunden wird.

US-Handelsdefizit steuert auf Rekordhoch zu

WASHINGTON – Die USA steuern auf ein Rekorddefizit im Außenhandel zu. Im September sei der Fehlbetrag bis auf 76 Milliarden US-Dollar gestiegen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag nach Vorlage von vorläufigen Daten mit. Ein höheres Defizit hatte die größte Volkswirtschaft der Welt noch nie verzeichnet. Die endgültigen Handelsdaten für September stehen am 2. November auf dem Programm.

USA: Schwebende Hausverkäufe steigen überraschend

WASHINGTON – In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im September überraschend gestiegen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe legten zum Vormonat um 0,5 Prozent zu, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten eine Stagnation erwartet.

ROUNDUP/Saudi-Arabien vollzieht Kehrtwende: Khashoggi mit Vorsatz getötet

RIAD – Saudi-Arabien hat in der Affäre um den gewaltsamen Tod des Journalisten Jamal Khashoggi erneut eine Kehrtwende vollzogen und eine Absicht bei der Tat eingeräumt. Die Verdächtigen in dem Fall hätten mit Vorsatz gehandelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Königreichs am Donnerstag mit, wie die staatliche Agentur Spa meldete. Das legten Informationen nahe, die von den türkischen Ermittlern stammten. Mit dieser neuen Version versucht Saudi-Arabien, den massiven internationalen Druck auf das Land zu verringern.

Scholz: Zusätzliche Mittel für Steueranreize für Forschungsförderung

BERLIN – Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will einen Teil der zusätzlichen Steuereinnahmen in die Förderung von Forschung stecken. Derzeit werde an einem Konzept für Steueranreize gearbeitet, sagte er am Donnerstag. "Wir glauben, dass wir bald einen Vorschlag vorlegen können." Wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten wachsen die Staatseinnahmen allerdings nicht mehr so stark wie zuletzt. Bund, Länder und Kommunen können bis 2022 mit 6,7 Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen rechnen als bei der letzten Steuerschätzung im Mai vorhergesagt. Ein Teil dieser Mehreinnahmen solle auch in Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit fließen, kündigte Scholz an.

Salvini: Italiens Regierung zu Bankenrettung bereit

VERONA – Angesichts einer negativen Grundstimmung auf dem italienischen Markt ist die Regierung in Rom bereit, den Banken finanziell unter die Arme zu greifen. "Wenn eine Bank oder ein Unternehmen in Not ist, dann sind wir da", sagte Innenminister und Vize-Premier Matteo Salvini laut der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag auf einer Pferdemesse in Verona.

USA: Aufträge für langlebige Güter überraschend weiter gestiegen

WASHINGTON – In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im September überraschend weiter gestiegen. Der gesamte Auftragseingang lag 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 1,5 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Aufträge um revidiert 4,6 Prozent (zuvor 4,4 Prozent) gestiegen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen wie erwartet

WASHINGTON – In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, legte die Zahl der Anträge um 5000 auf 215 000 zu. Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet.

Saudi-Arabien verkündet Unterzeichnung von Milliardenverträgen

RIAD – Saudi-Arabien hat bei einer internationalen Investorenkonferenz eigenen Angaben zufolge Geschäfte im Wert von 56 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro) abgeschlossen. Insgesamt seien 25 Verträge unterzeichnet worden, sagte Energieminister Chalid al-Falih am Donnerstag zum Abschluss des dreitägigen Wirtschaftstreffens in der saudischen Hauptstadt Riad.

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