ROUNDUP: Stärkstes Wachstum deutscher Exporte seit einem Jahr

WIESBADEN – Die deutsche Exportwirtschaft bleibt eine wichtige Stütze für den robusten Aufschwung. Im August habe es bei den Ausfuhren einen Anstieg im Monatsvergleich um 3,1 Prozent gegeben, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Damit erreichte die Exportwirtschaft das stärkste Wachstum seit einem Jahr. Experten gehen davon aus, dass die deutschen Ausfuhren 2017 trotz eines vergleichsweise starken Euro auf das beste Jahr seit langem zusteuern.

Frankreich: Industrieproduktion sinkt überraschend

PARIS – Die französische Industrie hat im August überraschend einen Dämpfer erhalten. Die Produktion sei um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gefallen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag mit. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten den zweiten Produktionszuwachs in Folge erwartet und mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet.

Italien: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

ROM – Die italienische Industrie hat ihre Produktion im August deutlich stärker ausgeweitet als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Istat lag die Gesamtherstellung 1,2 Prozent höher als im Juli. Analysten hatten mit einem wesentlich schwächeren Zuwachs von 0,1 Prozent gerechnet. Verglichen mit dem Vorjahresmonat betrug der Anstieg 5,7 Prozent. Auch das lag klar über den Erwartungen.

Baupreise: Stärkster Anstieg seit neun Jahren

WIESBADEN – Bauen wird immer teurer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag kletterten die Baupreise im August gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent. Das sei der stärkste Anstieg seit neun Jahren, erklärte die Wiesbadener Behörde. Ein höheres Plus hatte es zuletzt im August 2008 mit 3,3 Prozent gegeben. Die Daten beziehen sich auf konventionell gefertigte Wohngebäude. Fertighäuser fallen nicht darunter.

Großbritannien: Industrieproduktion steigt wie erwartet

LONDON – In Großbritannien ist die Produktion in den Unternehmen des Landes im August wie erwartet gestiegen. Die breit gefasste Industrieproduktion habe im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikamt ONS am Dienstag mit. Analysten hatten damit gerechnet. Im Juli hatte es einen Anstieg um revidiert 0,3 Prozent (bisher 0,2 Prozent) gegeben.

ROUNDUP 2: Countdown in Spanien vor Puigdemonts Parlamentsauftritt

BARCELONA – Wenige Stunden vor dem geplanten Auftritt des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont vor dem Regionalparlament in Barcelona steigen in Spanien Spannung und Nervosität. Sollte Puigdemont tatsächlich die Unabhängigkeit der Region ausrufen, droht eine harte Reaktion aus Madrid. Auch eine Festnahme Puigdemonts und anderer Separatisten wird nicht ausgeschlossen. Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober, bei dem mehr als 90 Prozent der Wähler für eine Trennung gestimmt hatten, will sich Puigdemont um 18.00 Uhr vor dem Parlament äußern.

ROUNDUP: Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an – auch IWF optimistischer

BERLIN/WASHINGTON – Eine florierende Wirtschaft und Rekordbeschäftigung: Die scheidende Bundesregierung geht wie führende Ökonomen von einem anhaltenden Aufschwung in Deutschland aus. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) und der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen erwartet sie in ihrer Herbstprognose für das laufende Jahr jetzt ein Wachstum von 2,0 Prozent. Im Frühjahr war der Bund nur von 1,5 Prozent ausgegangen. Für die Weltwirtschaft hob der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsaussichten leicht an.

ROUNDUP: IWF hebt globale Wachstumsprognose leicht an und fordert Reformen

WASHINGTON – Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für die Weltwirtschaft leicht angehoben. Wie der IWF am Dienstag mitteilte, erwartet er in diesem Jahr ein globales Wachstum von 3,6 Prozent, gefolgt von 3,7 Prozent im kommenden Jahr. Das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als noch im Juli erwartet wurden. Die Anhebung der Prognose fällt in den Industrienationen etwas stärker aus als in den Schwellenländern.

London veröffentlicht Pläne für ungeregelten EU-Austritt

LONDON – Die britische Regierung hat erste Pläne für den Fall eines ungeregelten EU-Ausstiegs veröffentlicht. Sollte bis Ende März 2019 kein neues Abkommen geschlossen sein, müssten sich die Handelsbeziehungen nach den Regeln der Welthandelsorganistation (WTO) richten, heißt es in einem Positionspapier, das am Montagabend veröffentlicht wurde. Großbritannien scheidet zu diesem Zeitpunkt aus der Staatengemeinschaft aus.

EU verhängt weitere Sanktionen gegen Nordkorea