ROUNDUP/Deutschland im Aufschwung: Stärkster Produktionsanstieg seit 6 Jahren

WIESBADEN – Der Aufschwung in der deutschen Wirtschaft hat im Sommer an Tempo zugelegt. Im August sei die Produktion in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes so stark gestiegen wie seit sechs Jahren nicht mehr, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Im Monatsvergleich habe sie um 2,6 Prozent zugelegt. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Juli 2011. Nach einer starken ersten Jahreshälfte wird allgemein damit gerechnet, dass die deutsche Wirtschaft den robusten Wachstumskurs im dritten Quartal fortsetzt.

Eurozone: Anlegerstimmung steigt auf Zehnjahreshoch – Sentix

FRANKFURT – Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im Oktober von hohem Niveau aus weiter verbessert. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg um 1,5 Zähler auf 29,7 Punkte, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Juli 2007. Analysten hatten einen schwächeren Zuwachs auf 28,5 Punkte erwartet.

China: Dämpfer für Stimmung bei kleineren und privaten Dienstleister

PEKING – In China hat sich die Stimmung bei kleineren und privaten Dienstleistern wieder eingetrübt. Im September ging der vom Magazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor auf 50,6 (August: 52,7) Punkte zurück. Dies teilte das Wirtschaftsmagazin am Montag in Peking mit. Damit fiel das Stimmungsbarometer auf ein 21-Monatstief.

Madrid will mit ‘harter Hand’ auf Unabhängigkeitserklärung reagieren

MADRID/BARCELONA – Am Tag vor dem Auftritt von Carles Puigdemont vor dem Regionalparlament von Katalonien hat die Zentralregierung in Madrid den katalanischen Regierungschef mit scharfen Worten vor der Ausrufung der Unabhängigkeit gewarnt. Der Sprecher der Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy, Pablo Casado, wies am Montag in Madrid auch alle Aufrufe zum Dialog erneut zurück. "Wir werden nicht nachgeben, und es gibt auch nichts zu verhandeln mit den Putschisten", sagte Casado vor Journalisten.

ROUNDUP: Krise zwischen Türkei und USA – Protest gegen Steudtner-Anklage

ISTANBUL – Mitten im Streit mit Deutschland hat die Türkei nun auch eine massive diplomatische Krise mit den USA: Die US-Regierung stoppte die Vergabe von Visa an allen diplomatischen Vertretungen in der Türkei auf unbestimmte Zeit. Grund war die Inhaftierung eines türkischen Mitarbeiters des US-Generalkonsulats in Istanbul. Die Regierung in Ankara reagierte, indem sie ebenfalls die Vergabe von Visa an US-Staatsbürger aussetzte. Der Geschäftsträger der US-Botschaft wurde am Montag ins Außenministerium in Ankara einbestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

ROUNDUP/Brexit-Zwist: London und Brüssel ermahnen sich gegenseitig

LONDON/BRÜSSEL – Die Brexit-Verhandlungen stecken in ernsten Schwierigkeiten. Zum Auftakt der fünften Runde über den britischen EU-Austritt ermahnten sich London und Brüssel am Montag gegenseitig zu Bewegung, ohne selbst Zugeständnisse anzudeuten. Die Gespräche in Brüssel begannen dann ohne Brexit-Minister David Davis und EU-Chefunterhändler Michel Barnier, die Experten in Arbeitsgruppen das Feld überließen.

OECD-Indikator signalisiert stabiles Wachstum

PARIS – Die Konjunkturaussichten im OECD-Raum sind im August stabil geblieben. Dies signalisiert der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhobene Frühindikator CLI, wie die OECD am Montag in Paris mitteilte. Der Indikator deute auf ein stabiles Wachstum in vielen OECD-Ländern hin, kommentierte die Organisation. In Italien ziehe die Konjunktur an, in Großbritannien stünden die Zeichen dagegen weiter auf ein schwächeres Wachstum.

EZB sieht Banken im Euroraum gerüstet für Zinsschocks

FRANKFURT – Die Großbanken im Euroraum sind nach Einschätzung der Europäische Zentralbank (EZB) grundsätzlich gerüstet für plötzlich steigende Zinsen. Insgesamt gebe es keinen Grund zur Sorge, sagte Korbinian Ibel, Generaldirektor bei der EZB-Bankenaufsicht bei der Vorstellung der Ergebnisse des abgespeckten Stresstests am Montag in Frankfurt. Die meisten Geldhäuser managen der EZB zufolge die Risiken gut. 51 Institute brauchen nach den Ergebnissen des Tests allerdings etwas mehr Kapital. Eigenkapital gilt als Puffer für Krisen.

ROUNDUP: Trump legt scharfe Forderungen zur Einwanderungspolitik vor

WASHINGTON – Die US-Regierung von Donald Trump hat eine Liste mit scharfen Forderungen zur Einwanderungspolitik vorgelegt. Den Katalog, der unter anderem eine Mauer an der Grenze zu Mexiko sowie ein härteres Vorgehen gegen unbegleitete minderjährige Einwanderer vorsieht, schickte das Weiße Haus am Sonntag an den Kongress. Von den Forderungen macht Trump es abhängig, ob es zu einer Vereinbarung mit den Demokraten über eine Regelung kommt, die Hunderttausenden jüngeren illegalen Immigranten das Verbleiben in den USA erlauben würde. Von führenden Demokraten, die auf eine Einigung mit dem republikanischen Präsidenten gesetzt hatten, kam prompt Kritik.

USA: Kreditvergabe an Verbraucher steigt schwächer als erwartet