ROUNDUP: Deutsche Exporteure verzeichnen stärksten Dämpfer seit 2015

WIESBADEN – Die Zeichen für ein Abflauen des deutschen Aufschwungs verdichten sich. Nach zuletzt unerwartet schwachen Produktions- und Auftragsdaten sorgte auch die deutsche Exportwirtschaft für eine Negativ-Überraschung. Im Februar seien die Ausfuhren im Monatsvergleich bereinigt um 3,2 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2015.

ROUNDUP: Japaner kehren US-Anleihen den Rücken – Verlieren die USA an Vertrauen?

TOKIO – Inmitten des eskalierenden Handelsstreits zwischen Peking und Washington belegen aktuelle Daten eine zunehmende Abkehr japanischer Gläubiger von den USA. Allein im Februar haben japanische Investoren unterm Strich US-Staatsanleihen im Wert von 3,6 Billionen Yen (33,7 Milliarden US-Dollar) verkauft, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen des japanischen Finanzministeriums hervorgeht. Die USA trifft dies an einem wunden Punkt. Erst vor wenigen Wochen hatten bloße Gerüchte über einen Rückzug des Rivalen China als Gläubiger die Zinsen auf US-Anleihen steigen lassen – und dadurch die Finanzierung von Washingtons Schuldenberg verteuert.

EZB erwartet anhaltend starkes Wachstum

FRANKFURT – Die Europäische Zentralbank (EZB) geht trotz zuletzt eher schwacher Konjunkturdaten, nicht zuletzt aus Deutschland, von einem anhaltend robusten Wirtschaftswachstum in der Eurozone aus. "Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2018 hoch bleiben wird", schrieb EZB-Präsident Mario Draghi in dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Notenbank.

Anlegerstimmung in der Eurozone trübt sich weiter ein

FRANKFURT – Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im April weiter eingetrübt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel gegenüber dem Vormonat um 4,4 Punkte auf 19,6 Zähler, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit entfernt sich der Indikator weiter von seinem im November erreichten Zehnjahreshoch von 34 Punkten. Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang auf 20,8 Punkte gerechnet.

Kreise: China prüft Yuan-Abwertung als Druckmittel im Handelsstreit mit USA

PEKING – Angesichts des eskalierten Handelskonflikts mit den USA prüft China informierten Kreisen zufolge eine Abwertung der Landeswährung Yuan (Renminbi). Führende Offizielle untersuchten diese Möglichkeit sowohl als Druckmittel gegen den handelspolitischen Rivalen als auch zur Linderung der Folgen eines Handelskonflikts, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen. Dies bedeute jedoch nicht, dass das Mittel tatsächlich zum Einsatz kommen werde. Chinas Zentralbank wollte die Aussagen zunächst nicht kommentieren.

China verbietet Export von Waren zum Waffenbau nach Nordkorea

PEKING – Im Streit um das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas hat China die Umsetzung neuer Sanktionen gegen das Nachbarland verkündet. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, dürfen Maschinen, Software und Technologie, die einen "doppelten Verwendungszweck" haben – also sowohl für zivile Zwecke als auch für den Bau von herkömmlichen Waffen und Massenvernichtungswaffen genutzt werden können – nicht mehr nach Nordkorea exportiert werden. China setze damit von der UN beschlossene Sanktionen um.

Lohnentwicklung im Öffentlichen Dienst weit hinter Schlüsselbranchen

PASSAU/BERLIN – Bei der Lohnentwicklung ist der öffentliche Dienst in den vergangenen 20 Jahren weit hinter Schlüsselbranchen der Wirtschaft zurückgeblieben. Das geht nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" (Montag) aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Linksfraktion im Bundestag ausgewertet hat.

Saudi-Arabiens Kronprinz trifft Frankreichs Regierungschef Philippe

PARIS – Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman trifft am Montag (12.30 Uhr) in Paris mit dem französischen Regierungschef Édouard Philippe zusammen. Wie Diplomaten berichteten, will Paris eine neue strategische Partnerschaft mit dem Golfstaat knüpfen.

Bande wäscht mit Bitcoins Drogengelder – Polizei schlägt zu

DEN HAAG – Ermittler haben eine spanische Bande ausgehoben, die mit Hilfe der Kryptowährung Bitcoin Drogengelder gewaschen haben soll. Das Geld stamme aus Kolumbien, teilte Europol am Montag in Den Haag mit. Elf Menschen seien in Spanien festgenommen worden. Gegen 137 Verdächtige werde noch ermittelt.

Tech-Lobby warnt Trump-Regierung vor Strafzöllen gegen China