ROUNDUP 2: US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft – Trump droht

WASHINGTON/TEHERAN/BRÜSSEL – Nach dem Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump andere Staaten davor gewarnt, mit der Islamischen Republik Handel zu treiben. "Jeder, der mit dem Iran Geschäfte macht, wird KEINE Geschäfte mit den Vereinigten Staaten machen", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Der US-Präsident hatte die umstrittenen Sanktionen gegen den Iran um 6.00 Uhr MESZ wieder in Kraft gesetzt. Es gehe ihm um "WELTFRIEDEN", schrieb Trump in Großbuchstaben, ließ aber offen, was er damit meinte.

Trump warnt vor Handel mit dem Iran

WASHINGTON – Nach dem Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump andere Staaten davor gewarnt, mit der Islamischen Republik Handel zu treiben. "Jeder, der mit dem Iran Geschäfte macht, wird KEINE Geschäfte mit den Vereinigten Staaten machen", schrieb Trump am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf Twitter. Der US-Präsident hatte die umstrittenen Sanktionen gegen den Iran um 6.00 Uhr MESZ wieder in Kraft gesetzt. Es gehe ihm um WELTFRIEDEN, schrieb Trump in Großbuchstaben, ließ aber offen, was er damit meinte.

Türkische Finanzmärkte unter Druck – Rendite 10-jähriger Staatsanleihe über 20%

FRANKFURT – An den türkischen Finanzmärkten mehren sich die Zeichen einer ernsten Krise. Während der Kurs der Landeswährung auf immer neue Tiefststände zum US-Dollar und zum Euro fällt, erreichte die Rendite für türkische Staatsanleihen erneut ein Rekordhoch. Am Dienstag wurden zehnjährige Staatspapiere mit einer Rendite von bis zu 20,09 Prozent gehandelt. Damit sie in dieser Laufzeit so hoch wie noch nie.

ROUNDUP 2: Deutscher Export behauptet starke Stellung auf dem Weltmarkt

WIESBADEN – Getragen von der Nachfrage in Europa bleiben Deutschlands Exporteure trotz internationaler Handelskonflikte auf Erfolgskurs. Im ersten Halbjahr gingen Waren "Made in Germany" im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. "Der deutsche Außenhandel hat ein starkes erstes Halbjahr 2018 hingelegt", sagte der Präsident des Außenhandelsverband BGA, Holger Bingmann. Andere Konjunkturdaten enttäuschten dagegen.

ROUNDUP: Produktion sinkt stärker als erwartet

WIESBADEN – In Deutschland hat das verarbeitende Gewerbe die Produktion stärker als erwartet zurückgefahren. Im Juni sei die Produktion im Monatsvergleich um 0,9 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Analysten hatten nur einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Experten sprachen von enttäuschenden Daten, die auf eine schwächere Konjunktur im zweiten Halbjahr hindeuten. Allerdings versicherte Analyst Marco Wagner von der Commerzbank, dass die schwachen Produktionsdaten "kein Beinbruch" seien.

S&P: Handelsstreit zwischen USA und China könnte Dienstleistungen erfassen

MELBOURNE – Der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte nach Auffassung der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) vom Waren- auf den Dienstleistungssektor überspringen. "Das liegt daran, dass China kaum noch Raum hat für Vergeltungsmaßnahmen im Warenhandel", teilte S&P am Dienstag in Melbourne mit.

Arbeitsmarktforscher: 1,21 Millionen offene Stellen in Deutschland

NÜRNBERG – Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Betrieben ist auf ein neues Rekordhoch geklettert. Rund 1,21 Millionen Jobs waren im zweiten Quartal 2018 noch zu besetzen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA), hervorgeht. Das sind 115 000 offene Stellen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und fast 25 000 mehr als im ersten Quartal 2018. "Wir sind auf einem sehr hohen Niveau", sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Experte: Regime in Teheran schwer zu erschüttern

BERLIN – Die iranische Führung wird nach Auffassung des Nahost-Experten Guido Steinberg trotz der US-Sanktionen dem Druck von außen und innen noch sehr lange standhalten. Die mögliche Strategie der USA, das Regime in Teheran zu erschüttern, werde deswegen nicht aufgehen, sagte Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik am Dienstag im rbb-Inforadio.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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