ROUNDUP: Brüssel fordert Europäischen Währungsfonds und EU-Finanzminister

BRÜSSEL – Zum Schutz vor künftigen Finanzkrisen bringt die EU-Kommission eine ganze Reihe von Reformen auf den Weg. Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) soll nach ihrem Willen in einen Europäischen Währungsfonds (EWF) umgewandelt werden. Zudem solle das Amt eines EU-Finanzministers eingerichtet werden, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten den Vorschlägen zustimmen. Bereits vorab gab es erheblichen Gegenwind für die Projekte. Das "Nikolauspaket" von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dürfte nun jahrelang für sehr kontroverse Debatten sorgen.

ROUNDUP: Dieselfonds fehlt Geld – Autobauer aus Ausland unter Druck

BERLIN – Im Streit um die finanzielle Beteiligung am Dieselfonds für bessere Luft in deutschen Städten wächst der Druck auf die ausländischen Autohersteller. Es geht um rund 90 Millionen Euro, für die noch kein Geldgeber gefunden ist. Die deutschen Hersteller sind nach Angaben des Automobilverbands-Präsidenten Matthias Wissmann vom Mittwoch bereit, etwa 160 Millionen Euro in den Mobilitätsfonds einzuzahlen. Die ausländischen Autobauer wollen sich bislang dagegen nicht beteiligen.

USA: Produktivität schwächer als erwartet – Lohnkosten überraschend gesunken

WASHINGTON – Die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft ist im dritten Quartal schwächer gestiegen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mitteilte, betrug der Zuwachs zwar wie zuvor bereits geschätzt 3,0 Prozent. Analysten hatten aber mit einer Revision nach oben auf 3,3 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal hatte der Produktivitätszuwachs noch bei 1,5 Prozent gelegen.

USA: Privatbeschäftigung steigt wie erwartet – ADP

WASHINGTON – Die Privatwirtschaft in den USA hat im November etwas weniger Arbeitsplätze geschaffen als im Vormonat. Im Privatsektor seien 190 000 neue Jobs hinzugekommen, teilte der Dienstleister ADP am Mittwoch mit. Im Oktober waren es noch 235 000 neue Stellen. Analysten hatten die aktuelle Entwicklung jedoch erwartet.

ROUNDUP: Deutsche Chemie- und Pharmabranche peilt 2018 Umsatzrekord an

FRANKFURT – Die deutsche Chemie- und Pharmabranche erwartet nach einem starken laufenden Jahr auch 2018 kräftige Zuwächse. Der Umsatz werde dank der robusten Weltwirtschaft um 3 Prozent zulegen und könnte dann erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro knacken, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. "Wir sind zuversichtlich, dass sich der Aufschwung im kommenden Jahr fortsetzt", so VCI-Präsident Kurt Bock.

DIW: 1,8 Millionen Berechtigte erhalten keinen Mindestlohn

BERLIN – 1,8 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verdienen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, obwohl sie einen Anspruch darauf haben. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin für das vergangene Jahr ermittelt, indem es Beschäftigte befragte. Die amtliche Statistik dagegen befragt die Arbeitgeber und kommt auf 1,1 Millionen Menschen, die weniger als die 2016 vorgesehenen 8,50 verdienten.

Finanzreserve der Krankenversicherung steigt auf 24 Milliarden

BERLIN – Das Geldpolster der gesetzlichen Krankenversicherung ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres auf 24 Milliarden Euro gestiegen. Das sind knapp 2 Milliarden mehr als nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die einzelnen Kassen verzeichneten rund 2,52 Milliarden Euro Überschüsse, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit stiegen die Reserven der Kassen bis Ende September auf 18,6 Milliarden Euro.

Chef-Ökonom Deutscher Bank besorgt wegen Ungleichheit – ‘Anleihe-Blase’

FRANKFURT – Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, sieht die Einkommensungleichheit in den Industrieländern mit Sorge. "Wir haben das untere Drittel in den entwickelten Volkswirtschaften vernachlässigt", sagte der Ökonom am Dienstagabend in Frankfurt. Vor allem die besser Verdienenden hätten von der Antikrisen-Politik großer Notenbanken profitiert. Die ultralockere Geldpolitik treibt seit Jahren die Kurse an den Börsen an.

ROUNDUP: Rekord-Auftragseingang hält deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs

WIESBADEN – Ein unerwartet starker Auftragseingang in der deutschen Industrie hat die Hoffnung auf einen weiter robusten Aufschwung verstärkt. Im Oktober sei der Auftragseingang um 0,5 Prozent höher ausgefallen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Damit hat sich die Auftragslage in den Industriebetrieben bereits den dritten Monat in Folge verbessert und im Oktober wurde laut Bundesamt zum dritten Mal in Folge ein neuer Höchststand beim Auftragseingangsvolumen erreicht.

ROUNDUP: Deutsche Autobauer gewinnen Marktanteile