ROUNDUP: Jobabbau in den USA durch Wirbelstürme – Experten dennoch optimistisch

WASHINGTON – Aufgrund jüngster Auswirkungen der Wirbelstürme gibt der US-Arbeitsmarkt ein durchwachsenes Bild ab. Die Beschäftigung fiel im September erstmals seit sieben Jahren, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Gleichzeitig legten aber die Stundenlöhne so stark zu wie seit 2008 nicht mehr und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt vor über 16 Jahren. Unterm Strich sehen Experten die Daten positiv.

ROUNDUP 2: Madrid erhöht den Druck auf Katalonien – EU drängt zum Dialog

MADRID/BARCELONA – Die spanische Regierung erhöht im Katalonien-Konflikt den wirtschaftlichen Druck auf die nach Unabhängigkeit strebende Region. Am Freitag verabschiedete sie in Madrid ein Dekret, das Firmen und Banken den Weggang aus Katalonien erleichtert. Spanische Medien sprachen von einer "salida exprés" – einem Weggang im Eilverfahren. Demnach reicht für einen Ortswechsel künftig eine Entscheidung des Aufsichtsrats – eine Gesellschafterversammlung muss nicht mehr einberufen werden.

RATING: Auch Fitch droht Katalonien nach Referendum mit Abstufung

LONDON – Die autonome Region Katalonien gerät zunehmend unter Druck der Ratingagenturen. Am Donnerstagabend hat die Agentur Fitch die Kreditbewertung auf "Watch Negative" gesenkt. Damit droht im politischen Konflikt um die Unabhängigkeit eine weitere Abstufung der Kreditbewertung für die spanische Region. Kurz zuvor hatte bereits die Agentur Standard & Poor’s (S&P) bei einer weiteren Eskalation mit der spanischen Zentralregierung vor einer Verschlechterung der Bonitätsnote gewarnt. Katalonien wird bei Fitch derzeit mit der schwachen Note "BB" bewertet.

Britische Premierministerin May weist Rücktrittsforderungen zurück

MAIDENHEAD/LONDON – Die britische Premierministerin Theresa May hat Forderungen nach ihrem Rücktritt zurückgewiesen. "Was das Land braucht, ist eine ruhige Führung, und das ist, was ich mit der vollen Unterstützung meines Kabinetts abliefere", sagte May der BBC am Freitag bei einem Besuch in ihrem Wahlkreis Maidenhead.

ROUNDUP: Deutsche Industrie-Aufträge steigen überraschend stark

WIESBADEN – Die deutsche Industrie hat im August deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Die Zahl der Ordereingänge sei im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Analysten hatten dagegen nur einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Bankvolkswirte gehen weiterhin von einer Fortsetzung des robusten Aufschwungs in Deutschland aus.

Spanien: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

MADRID – In Spanien ist die Industrieproduktion im August überraschend stark ausgefallen. Wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte, wurde im Monatsvergleich 1,0 Prozent mehr produziert. Analysten hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet.

ROUNDUP/Trump erneuert Vorwürfe gegen Iran: ‘Leben Geist des Abkommens nicht’

WASHINGTON – Kurz vor der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises hat US-Präsident Donald Trump Iran erneut scharf angegriffen. "Das iranische Regime unterstützt Terrorismus und exportiert Gewalt, Blutvergießen und Chaos im Mittleren Osten", sagte Trump in der Nacht zum Freitag im Weißen Haus vor einem Treffen mit hohen Militärführern. "Deswegen müssen wir Irans fortgesetzte Aggressionen und nukleare Ambitionen beenden. Sie leben den Geist des Atomabkommens nicht", sagte Trump.

EZB-Kritiker wollen Staatsanleihekäufe vorläufig verbieten lassen

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Juli den Europäischen Gerichtshof in den Rechtsstreit eingeschaltet. Nach Auffassung der Karlsruher Richter sprechen gewichtige Gründe dafür, dass die dem Anleihekaufprogramm zugrundeliegenden Beschlüsse gegen das Verbot der Staatsfinanzierung durch die Notenbank verstoßen. Sie gingen über das Mandat der EZB für die Währungspolitik hinaus und würden damit in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten eingreifen. Eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht noch aus.

EU verhängt weitere Strafzölle gegen Billig-Stahlimporte

BRÜSSEL – Zur Abwehr von Billigimporten aus Brasilien, Russland, der Ukraine und dem Iran hat die EU weitere Strafzölle verhängt. Auf bestimmte warmgewalzte Eisen- und Stahlerzeugnisse müssen Importeure ab sofort Aufschläge von bis zu 96,50 Euro pro Tonne zahlen, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Die betroffenen Produkte würden unter anderem zur Herstellung von Stahlrohren und im Schiff- und Autobau verwendet, heißt es in der entsprechenden Verordnung.

Studie: Privatinsolvenzen auf niedrigstem Stand seit 2005