ROUNDUP: USA wollen Sanktionen gegen Iran erzwingen – Ruhani kündigt Rede an

TEHERAN – Die USA wollen nach den Worten von Außenminister Mike Pompeo erzwingen, dass die ab Dienstag geltenden Sanktionen gegen den Iran durchgesetzt werden. Zugleich forderte Pompeo die Führung in Teheran zu einem Politikwechsel auf. Die US-Regierung wirft dem Iran ein aggressives Verhalten vor allem in Nahost vor. Das Land ist in die Konflikte im Jemen, dem Irak und in Syrien verwickelt und unterstützt dort jeweils andere Parteien als die USA und ihre Verbündeten. "Sie müssen sich einfach wie ein normales Land benehmen, das ist die Vorgabe, das ist ziemlich einfach", sagte Pompeo am Sonntag (Ortszeit) auf dem Rückflug von Asien in die USA.

GESAMT-ROUNDUP: Durchhänger im Juni – deutsche Industrie mit weniger Aufträgen

WIESBADEN/FRANKFURT – Erneuter Dämpfer für die deutsche Industrie: Im Juni sind bei den Unternehmen 4,0 Prozent weniger Bestellungen eingegangen als im starken Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Experten sehen eine mögliche Ursache in der Furcht vor einem Handelskrieg. Seit Beginn des Jahres sind die Auftragseingänge in der Industrie damit in fünf von sechs Monaten gefallen. Deutschlands Maschinenbauer trotzen dagegen mit einem kräftigen Plus dem Trend. Der Aufschwung setzt sich nach Einschätzung von Volkswirten zwar fort, er dürfte aber schwächer ausfallen als zunächst erwartet.

ROUNDUP 2: USA wollen Sanktionen gegen Iran erzwingen – Widerstand der Europäer

WASHINGTON/TEHERAN – Im Konflikt mit dem Iran geht US-Präsident Donald Trump auf Konfrontationskurs. Der Republikaner will mit Sanktionen, die ab Dienstag gelten, massiv Druck ausüben auf das wirtschaftlich angeschlagene Land. Ziel sei, der iranischen Regierung den Zugang zu Ressourcen zu nehmen, die sie zur Finanzierung von Terrorismus nutze. Teheran bedrohe den Frieden und die Stabilität im Nahen Osten, erklärte ein US-Regierungsvertreter am Montag, der nicht namentlich genannt werden wollte. Es gehe darum, "beispiellosen" finanziellen Druck auf Teheran auszuüben, fügte er hinzu.

Griechenland erhält letzte Hilfstranche über 15 Milliarden Euro

LUXEMBURG – Das hoch verschuldete Griechenland hat seine letzte Hilfstranche in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten. Der Euro-Rettungsschirm ESM bestätigte die Auszahlung am Montag in Luxemburg. 9,5 Milliarden Euro sollen demnach zum Aufbau eines Kapitalpuffers für die Zeit nach Ende des internationalen Hilfsprogramms dienen. Der Rest soll zur Schuldentilgung verwendet werden.

ROUNDUP 2: Menschenrechtskritik löst Krise zwischen Saudi-Arabien und Kanada aus

RIAD – Nach deutlicher Kritik Kanadas an Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien schlittern beide Länder ungebremst in eine diplomatische Krise. Die Regierung in Riad erklärte den kanadischen Botschafter Dennis Horak in einer harschen Reaktion am frühen Montagmorgen zur unerwünschten Person und verwies ihn des Landes. Gleichzeitig rief die saudi-arabische Führung ihren Botschafter in Kanada zu Konsultationen zurück, wie die saudi-arabische Agentur SPA berichtete. Ähnliches war vergangenes Jahr bereits der Bundesregierung passiert, nachdem der damalige Außenminister Sigmar Gabriel Riad öffentlich kritisiert hatte.

Eurozone: Anlegerstimmung hellt sich weiter auf

FRANKFURT – Nach einer deutlich Abschwächung im Frühjahr hat sich das Sentix-Konjunkturbarometer für die Eurozone im August weiter erholt. Der vom Finanzunternehmen Sentix erhobene Indikator sei um 2,6 Punkte auf 14,7 Punkte gestiegen, hieß es in einer am Montag in Frankfurt veröffentlichten Mitteilung. Es ist der zweite Anstieg des Indikators in Folge.

ROUNDUP: Auftragsdämpfer in der Industrie – Furcht vor Handelskrieg belastet

WIESBADEN – In der deutschen Industrie ist der Auftragseingang im Juni deutlich stärker als erwartet gesunken. Der Auftragseingang sei 4,0 Prozent niedriger gewesen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Experten sehen eine mögliche Ursache in der Furcht deutscher Unternehmen vor einem Handelskrieg und erwarten in diesem Jahr einen spürbar schwächeren Aufschwung.

CSU-Europapolitiker Weber: Harter Brexit wird wahrscheinlicher

BERLIN – Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hält einen Austritt Großbritanniens ohne ein Abkommen für "von Tag zu Tag wahrscheinlicher". "Die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der britischen Regierung widersprechen den Regeln des EU-Binnenmarkts – darauf werden wir uns nicht einlassen", sagte Weber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag).

Pompeo betont Festhalten an US-Sanktionen gegen Iran

WASHINGTON – US-Außenminister Mike Pompeo hat ein Festhalten seiner Regierung an der Wiedereinsetzung der US-Sanktionen gegen den Iran bekräftigt. "Die Vereinigten Staaten werden diese Sanktionen erzwingen", sagte er am Sonntag (Ortszeit) auf dem Rückflug von Asien in die USA. Die Sanktionen seien "ein wichtiger Teil unserer Bemühungen, die bösartigen iranischen Aktivitäten zurückzudrängen", wurde er von der "Washington Post" zitiert.

Kundenhinweis: