ROUNDUP 2: US-Beschäftigung steigt schwächer – Arbeitslosenquote sinkt

WASHINGTON – In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Allerdings wurden im Juli weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 157 000 neue Jobs hinzugekommen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen stärkeren Jobaufbau um 193 000 Stellen erwartet.

USA: Stimmung der Dienstleister trübt sich überraschend stark ein

TEMPE – Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Juli überraschend stark eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei um 3,4 Punkte auf 55,7 Zähler gefallen, wie das Institut am Freitag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einen Rückgang auf 58,6 Punkte gerechnet. Dies ist der niedrigste Stand seit August 2017.

ROUNDUP: Türkei setzt nach US-Sanktionen auf Dialog mit Washington

ISTANBUL/WASHINGTON – Nach den US-Sanktionen im Konflikt um den in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson sind die angedrohten Vergeltungsmaßnahmen Ankaras zunächst ausgeblieben. Die türkische Regierung will sich stattdessen um einen Dialog bemühen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nach einem Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo am Rande des Asean-Regionalforums am Freitag in Singapur, das Treffen sei "äußerst konstruktiv" verlaufen. Auch die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, sprach von einem "konstruktiven" Gespräch.

US-Handelsdefizit weitet sich aus

WASHINGTON – Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich im Juni ausgeweitet. Der Fehlbetrag sei zum Vormonat um 3,1 Milliarden Dollar auf 46,3 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas höheren Defizit von 46,5 Milliarden Dollar gerechnet.

ROUNDUP: Deutschland gab 2017 fast eine Billion für Soziales aus

BERLIN – Deutschland hat im vergangenen Jahr knapp eine Billion Euro, also 1000 Milliarden Euro, für Sozialleistungen ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Ausgaben um 36,5 Milliarden Euro oder 3,9 Prozent auf 965,5 Milliarden Euro gestiegen – so hoch wie noch nie, wie das Bundessozialministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Die Wirtschaftskraft Deutschlands (BIP) legte in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent zu.

Chinas Notenbank verteuert Devisenkäufe

PEKING – Die chinesische Notenbank ergreift Maßnahmen gegen die anhaltende Schwäche der Landeswährung Yuan. Wie die Notenbank am Freitag in Peking mitteilte, müssen Banken künftig eine Einlage von 20 Prozent auf bestimmte Devisentermingeschäfte leisten. Als Begründung wurden wirtschaftliche Risiken infolge erhöhter Schwankungen auf dem Devisenmarkt genannt. Die Notenbank werde die Entwicklung beobachten und den Yuan stabil auf einem angebrachten Niveau halten, erklärte die Notenbank.

China droht USA mit Zöllen auf Waren über 60 Milliarden Dollar

PEKING – Der Handelskonflikt zwischen den USA und China droht weiter zu eskalieren. Am Freitag gab die politische Führung Chinas bekannt, dass auf angedrohte Zölle seitens der USA mit Gegenmaßnahmen reagiert werde. Das Finanzministerium veröffentlichte eine Liste mit rund 5200 US-Gütern im Gesamtwert von 60 Milliarden US-Dollar. Diese sollen mit Zöllen zwischen 5 und 25 Prozent belegt werden.

ROUNDUP 2: Arbeitnehmer-Verdienste in Deutschland gehen stark auseinander

BERLIN – Die Verdienste der Arbeitnehmer in Deutschland gehen regional weiter stark auseinander und bleiben im Osten klar unter dem Niveau im Westen. Am wenigsten bekamen Vollzeitbeschäftigte Ende vergangenen Jahres im Mittel mit 2183 Euro brutto im Monat im Landkreis Görlitz in Sachsen. Das geht aus einer Auswertung neuer Daten der Bundesagentur für Arbeit durch die Linke-Bundestagsfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bundesweit am besten verdient wurde demnach in Ingolstadt in Bayern mit 4635 Euro.

Kritik an Brexit-Treffen von Macron und May

TOULON/LONDON – Das für diesen Freitagabend geplante Brexit-Treffen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der britischen Premierministerin Theresa May stößt auf deutliche Kritik. Der Europapolitiker Elmar Brok (CDU) nannte das Treffen "nicht hilfreich". Die Briten versuchten mit bilateralen Gesprächen immer wieder, Sonderdeals mit Einzelstaaten auszuhandeln, sagte Brok im SWR-Tagesgespräch. Das sei "immer schief gegangen". Was verhandelt werde, müsse von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.

Eurozone: Einzelhandelsumsätze steigen schwächer als erwartet