ROUNDUP 2: Trump droht China mit höheren Strafzöllen – Peking sieht ‘Erpressung’

WASHINGTON/PEKING – US-Präsident Donald Trump droht China im Handelskonflikt mit einer neuen Eskalation. Trump wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, eine Erhöhung der geplanten Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu prüfen. Die Maßnahme solle die chinesische Regierung zu einem Politikwechsel bewegen, um gerechtere Marktbedingungen zu schaffen, teilte Lighthizer am Mittwoch mit.

ROUNDUP: Britische Notenbank erhöht Leitzins auf höchsten Stand seit 2009

LONDON – Die britische Notenbank hat ihre Geldpolitik erwartungsgemäß etwas gestrafft. Wie die Bank of England am Donnerstag in London mitteilte, steigt ihr Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Dies ist das höchste Zinsniveau seit dem Jahr 2009, als die damalige Finanzkrise auf die Gesamtwirtschaft übergriff und eine schwere Rezession auslöste. Nach dem Brexit-Referendum 2016 hatte die Notenbank den Zins nochmal reduziert, diesen Schritt aber im Herbst 2017 wieder rückgängig gemacht.

ROUNDUP: Vergeltung oder Vorsicht? Die Türkei nach den US-Sanktionen

ISTANBUL/WASHINGTON – Nach den US-Sanktionen gegen zwei türkische Minister wegen eines in der Türkei festgehaltenen amerikanischen Pastors verschärft Ankara den Ton gegenüber Washington. Die türkische Regierung werde "ohne Verzögerung" identische Gegenmaßnahmen ergreifen, teilte das Außenministerium mit. Konkrete Sanktionen gegen die USA verkündete die Regierung in Ankara am Donnerstag allerdings nicht.

USA: Industrieaufträge steigen wie erwartet

WASHINGTON – Die Industrieaufträge in den USA sind im Juni wie erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,7 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit diesem Zuwachs gerechnet.

ROUNDUP: Dürregeplagte Bauern können auf EU-Erleichterungen zählen

BERLIN/BRÜSSEL – Angesichte teils bedrohlicher Einbußen wegen der Dürre können Bauern auf finanzielle Erleichterungen aus Brüssel zählen. Die EU-Kommission stellte am Donnerstag frühere Auszahlungen europäischer Fördergelder in Aussicht. Landwirte sollen ausnahmsweise auch von einigen Anforderungen zum Umweltschutz befreit werden. In Deutschland bereiten einige Länder Unterstützung vor allem für akut betroffene Viehhalter vor, die um die Futterversorgung bangen. Nach Schätzungen der Versicherungsbranche drohen der Landwirtschaft in Deutschland hohe Dürreschäden von mindestens zwei Milliarden Euro.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON – In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nur leicht gestiegen. Die Anträge legten um 1000 auf 218 000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 220 000 gerechnet.

Tschechische Notenbank erhöht Leitzins wie erwartet

PRAG – Die Tschechische Nationalbank CNB hat ihren Leitzins wie erwartet angehoben. Der Leitzins werde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent erhöht, teilte die Notenbank am Donnerstag in Prag mit. Damit erreichte der Leitzins den höchsten Stand seit 2009. Volkswirte hatten im Schnitt mit dem Zinsschritt gerechnet.

Eurozone: Erzeugerpreise ziehen weiter an

LUXEMBURG – Im Euroraum haben die Preise auf Herstellerebene im Juni weiter angezogen. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte, lagen die Erzeugerpreise 3,6 Prozent über dem Stand im Vorjahresmonat. Das war der stärkste Anstieg seit April 2017. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Produzenten für ihre Waren erhalten, um 0,4 Prozent. Beide Raten lagen etwas über den Erwartungen von Analysten.

Spanien: Arbeitslosigkeit weiter auf dem Rückzug

MADRID – In Spanien hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert. Im Juli fiel die Zahl der Arbeitslosen den sechsten Monat in Folge, wie das spanische Arbeitsministeriums am Donnerstag in Madrid mitteilte. Demnach sind 27 100 Arbeitslose weniger gezählt worden als im Vormonat. Insgesamt seien 3,14 Millionen Spanier arbeitslos gemeldet, hieß es weiter.

Kundenhinweis: