USA machen Erhöhung von Sonderzöllen gegen China offiziell

WASHINGTON – Die USA haben die von Präsident Donald Trump angekündigte Erhöhung von Sonderzöllen für Einfuhren aus China offiziell gemacht. In einem am Donnerstag veröffentlichten Dokument im Federal Register – dem US-Gesetzblatt – heißt es, der US-Handelsbeauftragte habe eine Direktive von Präsident Trump umgesetzt und beschlossen, die Zölle von 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Betroffen sind von Freitag an Wareneinfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar. Allerdings wurde in einem Passus auch erwähnt, dass bestimmte Waren auf Antrag ausgenommen werden können.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken weniger als erwartet

WASHINGTON – In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger gesunken als erwartet. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Anträge um 2000 auf 228 000 gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 220 000 Anträgen gerechnet. Mitte April war bei 193 000 der niedrigste Stand seit etwa 50 Jahren erreicht worden.

ROUNDUP: EU-Staaten weisen iranisches Ultimatum zum Atomdeal zurück

BRÜSSEL/SIBIU – Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben das iranische Ultimatum zum Atomabkommen gemeinsam mit der EU als nicht akzeptabel zurückgewiesen. "Wir fordern den Iran nachdrücklich auf, weiterhin vollständig seinen Verpflichtungen (…) nachzukommen und von Eskalationsschritten Abstand zu nehmen", heißt es in einer am Donnerstag von den Außenministern und der EU-Außenbeauftragten veröffentlichten Erklärung. Die europäische Seite sei entschlossen, den legitimen Handel mit dem Iran aufrechtzuerhalten, um das Abkommen zu erhalten. Jegliche Ultimaten weise man aber zurück.

Schätzer: 124,3 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bis 2023

BERLIN – Die Staatseinnahmen steigen wegen der eingetrübten Konjunktur nicht mehr so stark wie zuletzt. Bund, Länder und Kommunen müssen nach der aktuellen Steuerschätzung bis zum Jahr 2023 mit 124,3 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im Herbst erwartet, wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte.

USA: Erzeugerpreise steigen etwas schwächer als erwartet

WASHINGTON – In den USA hat sich Preisauftrieb auf Ebene der Produzenten im April nicht verändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise um 2,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg der Rate auf 2,3 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Merkel: EU muss geeint in der Welt auftreten

SIBIU – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Europäische Union zu Geschlossenheit und Innovation gemahnt. "Die Welt schläft nicht", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag beim EU-Sondergipfel im rumänischen Sibiu. Überschattet wurde das Treffen zur Zukunft der EU von der neuen Eskalation zwischen den USA und dem Iran wegen des Atomabkommens, der die EU mehr oder weniger hilflos zusehen muss. Gestritten wurde am Rande bereits über die Vergabe der EU-Spitzenjobs nach der Europawahl in zwei Wochen.

Macron fordert mehr EU-Investitionen in Künstliche Intelligenz

SIBIU – Um im internationalen Wettbewerb gegen Staaten wie China und die USA zu bestehen, muss Europa nach Ansicht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mehr in Digitales und Künstliche Intelligenz investieren. Dies würde zum Wachstum von Morgen beitragen, sagte Macron am Donnerstag beim EU-Gipfel im rumänischen Sibiu. Kanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen wollten dort vor allem über die Zukunft der Europäischen Union diskutieren.

US-Handelsdefizit weitet sich aus

WASHINGTON – Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich im März erhöht. Das Handelsdefizit stieg um 0,7 Milliarden auf 50,0 Milliarden US-Dollar, wie das amerikanische Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten ein Defizit von 50,1 Milliarden Dollar erwartet.

ROUNDUP/Seoul: Nordkorea setzt seine Waffentests fort

SEOUL – Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat südkoreanischen Angaben zufolge ihre Waffentests fortgesetzt – und die internationale Gemeinschaft damit erneut gereizt. Das Militär des Nachbarlandes habe am Donnerstag zwei Flugkörper abgefeuert, bei denen es sich vermutlich um Kurzstreckenraketen gehandelt habe, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Die Wachsamkeit sei für den Fall weiterer Tests verstärkt worden. Das Präsidialamt in Seoul äußerte sich "tief besorgt", nachdem es bereits nordkoreanische Waffentests vom Samstag kritisiert hatte.