NÜRNBERG (dpa-AFX) – Der Handelsstreit der Europäischen Union (EU) mit den USA hat die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher belastet und die Konsumlaune insgesamt gedämpft. Bei dem für August berechneten Index für das Konsumklima meldete das Forschungsinstitut GfK am Donnerstag einen Rückgang um 0,1 Zähler auf 10,6 Punkte. Analysten hatten mit einem unveränderten Wert von 10,7 Punkten gerechnet. Trotz des Rückgangs bleibt das Konsumklima weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Nach Einschätzung der GfK-Forscher beschränkten sich die Folgen des Handelskonflikts auf die Konjunkturerwartungen der Verbraucher. Hier sei es allerdings zu deutlichen Einbußen gekommen. “Dagegen zeigen sich sowohl die Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung bislang davon unbeeindruckt und bestätigen ihr ohnehin exzellentes Niveau”, schrieben die Experten.

Als weiteren Grund für den Rückgang der Konsumlaune verwiesen die GfK-Experten auf einen Anstieg der Sparneigung der Deutschen. Trotz des Dämpfers rechnet das Forschungsinstitut aber nicht mit einem Einbruch der Konsumlaune. “Insgesamt gesehen sind die Aussichten für ein gutes Konsumjahr 2018 noch immer gegeben”, hieß es in der Mitteilung. Die GfK bestätigte die Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in Deutschland in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen werden./jkr/jsl/fba