NÜRNBERG (dpa-AFX) – Das Konsumklima in Deutschland hat sich erneut etwas eingetrübt. Der für September erstellte Indexwert für die Verbraucherstimmung sei im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte gesunken, teilte das Forschungsinstitut GfK am Mittwoch in Nürnberg mit. Damit erreichte die Konsumlaune in der größten Volkswirtschaft Europas den niedrigsten Wert seit Juni 2017.

Analysten wurden vom zweiten Stimmungsdämpfer in Folge überrascht. Sie hatten im Schnitt eine Stagnation des Indexwertes bei 10,6 Punkten erwartet. Trotz der jüngsten Rückschläge bleibt das deutsche Konsumklima weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau, nachdem der Indexwert im Februar den höchsten Stand seit 2001 erreicht hatte.

Eine wesentliche Ursache für den jüngsten Dämpfer bei der Konsumlaune ist laut GfK ein Rückgang der Einkommenserwartungen. "Exakte Gründe für diesen Rückgang sind schwer herauszufiltern", hieß es in der Mitteilung. Nach Einschätzung der GfK-Experten könnten höhere Energiepreise die nach wie vor robuste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit soliden Zuwächsen bei den Einkommen überlagert haben.

Dagegen haben sich die Konjunkturerwartungen der Verbraucher im Befragungszeitraum verbessert. Als Ursache nannten die GfK-Experten jüngste Wirtschaftsdaten, die auf einen weiter stabilen Aufschwung hindeuten. Laut jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes hat das deutsche Wirtschaftswachstum in den Monaten April bis Juni an Fahrt aufgenommen./jkr/bgf/