PEKING (dpa-AFX) – Der von Chinas Präsident Xi Jinping initiierte Kampf gegen die Korruption innerhalb der regierenden Kommunistischen Partei trägt Früchte. Insgesamt seien innerhalb von fünf Jahren 1,3 Millionen Beamte und Politiker auf allen Ebenen bestraft worden, berichtete am Sonntag die Staatsagentur Xhinhua unter Berufung auf die Disziplinar-Kommission der Kommunistischen Partei. Über Art und Ausmaß der Strafen wurden keine Angaben gemacht.

Im Verlauf ihrer Kampagne seien den Korruptionsbekämpfern "große und kleine Fische" ins Netz gegangen, ob rund 648 000 Beamte in Dörfern oder auch ranghohe Politiker wie etwa Bo Xilai, früherer Handelsminister und Gouverneur der Provinz Liaoning, oder Sun Zhengcai, Parteisekretär in Chongqing und bis zu seiner Entmachtung in diesem Jahr noch als Xis möglicher Nachfolger gehandelt. Bo Xilai wurde 2013 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Mitteilung über den erfolgreichen Kampf gegen korrupte Beamte und Politiker erschien nur wenige Tage vor dem Parteitag der KP, der am 18. Oktober beginnt. Dabei soll Xi voraussichtlich für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt werden. Kritiker werfen Xi vor, die Anti-Korruptionskampagne zur Beseitigung politischer Gegner und zur Festigung seiner Macht missbraucht zu haben./smu/DP/he