BERLIN (dpa-AFX) – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich nach dem G7-Eklat für eine einheitliche und starke gesamteuropäische Antwort auf US-Präsident Donald Trump einsetzen. Trump agiere in einer Art und Weise, die nicht zu den "Spielregeln der Vergangenheit" gehöre, sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag nach Gremiensitzungen ihrer Partei in Berlin. In dieser Situation müssten Antworten gegeben werden, "die sicherstellen, dass auch unsere nationalen Interessen gewahrt werden können". Die Gremien hätten sich einhellig hinter die Haltung der Parteivorsitzenden Merkel gestellt.

Beim Handelsstreit geht es vor allem um die von Trump erlassenen Zölle auf Stahl und Aluminium sowie die Drohung mit Strafzöllen auf deutsche Autos.

"Wir nehmen die Situation natürlich ernst", sagte Kramp-Karrenbauer. Deutschland müsse alles daran setzen, "eine einheitliche und eine starke Antwort auf das Verhalten des amerikanischen Präsidenten zu geben". Die CDU wolle alles daran setzen, dass Europa zusammenhalte. Zur Schicksalsfrage werde dabei die Frage, ob es gelinge, ein gemeinsames europäisches Asylregime aufzubauen.

Kramp-Karrenbauer warnte, trotz des Verhaltens des amerikanischen Präsidenten dürfe es keinen "Raum für antiamerikanische Ressentiments" geben. Gute transatlantische Beziehungen seien Kern der deutschen Erfolgsgeschichte. "Deswegen müssen wir aufpassen, dass jetzt nicht in einer innenpolitischen Diskussion Kritik am Verhalten des amtierenden Präsidenten zu einer grundsätzlichen Kritik mit Blick auf Amerika wird", sagte die Generalsekretärin./bk/rm/DP/edh