WIESBADEN (dpa-AFX) – Deutschlands Exportstärke sorgt bei Handelspartnern für Unmut. Vor allem US-Präsident Donald Trump kritisiert den deutschen Handelsüberschuss. Die Bundesrepublik führt seit Jahren mehr aus, als sie einführt. Im Februar hatte der Export allerdings an Tempo verloren. Wie sich die Ausfuhren im März und damit im ersten Quartal insgesamt entwickelt haben, gibt das Statistische Bundesamt an diesem Dienstag (8.00 Uhr) in Wiesbaden bekannt.

Im vergangenen Jahr hatten die Exportunternehmen von der weltweiten Konjunkturerholung profitiert und das vierte Rekordjahr in Folge erzielt. Der Außenhandelsverband BGA rechnete zuletzt für 2018 ebenfalls mit neuen Bestmarken. Sorgen bereitet allerdings der Handelskonflikt mit den USA.

Washington hat die angekündigten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminium-Einfuhren aus Europa zwar erneut ausgesetzt und die Ausnahmeregelung für die EU-Staaten um einen Monat auf 1. Juni verlängert. Die Befristung sorgt jedoch für Unsicherheit.

Hinzu kommt der Handelsstreit zwischen den USA und China. Die Vereinigten Staaten und China haben gegenseitig hohe Strafzölle auf zahlreiche Güter angekündigt. Der Konflikt hinterlässt nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) bereits erste Bremsspuren auf den Weltmärkten./mar/DP/tos