WIESBADEN (dpa-AFX) – Das Klima für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist rauer geworden. "Die Ungewissheit aufgrund der vielen ungelösten Konflikte schlägt sich in den Auftragsbüchern nieder", sagte jüngst der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingmann. Wie sich der Export von Waren "Made in Germany" angesichts internationaler Handelskonflikte und der Abkühlung der Weltkonjunktur im ersten Quartal entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt am Freitag (8.00 Uhr) in Wiesbaden bekannt.

In den ersten zwei Monaten 2019 waren die Exporte um 2,8 Prozent auf 217,7 Milliarden Euro gestiegen. Die Einfuhren legten stärker um 5,0 Prozent auf 185,2 Milliarden Euro zu. Trotz aller Belastungen rechnete der BGA zuletzt mit einem Anstieg der Ausfuhren im Gesamtjahr um bis zu 3,0 Prozent. Das wäre ein Plus in etwa so groß wie 2018, aber deutlich kleiner als im Jahr davor, da waren es 6,2 Prozent. Sorgen bereitet der deutschen Wirtschaft die jüngste Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China./mar/DP/zb