NÜRNBERG/MÜNCHEN (dpa-AFX) – Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat sich in der Diskussion um eine Senkung des Arbeitslosenbeitrags für einen "atmenden Beitragssatz" ausgesprochen. "Wünschenswert wäre, dass mit einer Entscheidung für eine Senkung der Beiträge auch ein Mechanismus geschaffen würde, der klar regelt, unter welchen Umständen es gegebenenfalls auch wieder zu einer Beitragserhöhung kommen kann", sagte Scheele dem "vbw-Unternehmermagazin".

Grundsätzlich rechne er angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen in absehbarer Zeit mit einer Senkung der Beitragssätze. Fachleute seien sich weitgehend einig, "dass der Beitrag gesenkt werden kann, wenn die Rücklage von 20 Milliarden Euro erreicht ist". Dies werde voraussichtlich im Jahr 2019 der Fall sein. Wie wichtig eine gute Finanzausstattung der Bundesagentur sei, habe die Finanzkrise vor rund zehn Jahren gezeigt. Damals habe die Bundesagentur mit einer Vielzahl von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf die Krise reagiert und so Entlassungen im großen Stil verhindert./kts/DP/stk