BERLIN (dpa-AFX) – China unternimmt aus Sicht des Außenhandelsverbandes BGA zu wenig, um Urheberrechte ausländischer Unternehmen zu schützen. Die internationale Gemeinschaft müsse dieses Problem auch im Sinne deutscher Unternehmen lösen, erklärte BGA-Präsident Holger Bingmann am Mittwoch in Berlin. Einseitige Schutzzölle durch die USA auf Produkte aus China seien der falsche Weg.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert. Nach der Ankündigung von 25-prozentigen Strafzöllen auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar durch die Vereinigten Staaten konterte Peking am Mittwoch mit eigenen Sonderabgaben. Die US-Regierung hatte das scharfe Vorgehen unter anderem mit chinesischen Verstößen gegen Urheberrechte begründet.

Die chinesische Antwort auf die US-Liste führt laut BGA-Präsident Bingmann voraussichtlich zu einem "Handelskrieg", der dann auf dem Rücken chinesischer und amerikanischer Unternehmen ausgetragen werde. Dieser verursache mehr Schaden, als er Nutzen bringe. Für US-Präsident Donald Trump schienen Strafzölle ein "Allheilmittel" zu sein, das er gegen alles und jeden einsetze, betonte Bingmann./hoe/DP/jha