SCHÖNEFELD (dpa-AFX) – Der Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft berät seit Freitagvormittag in Schönefeld über die schwierige Finanzlage des Staatsbetriebs. Hatte in den Vorjahren stets der Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER das Unternehmen in die roten Zahlen gedrückt, ist in der Corona-Krise auch das operative Geschäft in Schieflage geraten. Im vergangenen Jahr gab es an den Flughäfen Tegel und Schönefeld durchschnittlich noch rund 100 000 Passagiere pro Tag, jetzt sind höchstens 1000.

Das Unternehmen braucht in diesem Jahr nach eigenen Angaben eine Finanzspritze von bis zu 300 Millionen Euro – was gut zwei Dritteln des üblichen Jahresumsatzes entspricht. Außerdem klafft im Businessplan von 2021 bis 2024 eine Finanzlücke von 792 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat will am Nachmittag über Ergebnisse der Sitzung informieren./bf/DP/fba