PARIS (dpa-AFX) – In Frankreich ist die Arbeitslosigkeit in den ersten drei Monaten des Jahres trotz der Corona-Krise gesunken. Im ersten Quartal sei die Arbeitslosenquote von zuvor 8,1 Prozent auf 7,8 Prozent gefallen, teilte das nationale Statistikbüro Insee am Donnerstag mit. Die Statistiker machten in ihrer Mitteilung deutlich, dass die sinkende Arbeitslosigkeit mit einen Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden während der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zu erklären sei.

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie waren von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit ausgegangen und hatten im Mittel mit einer Quote von 8,5 Prozent gerechnet.

Im Jahresvergleich ging die Arbeitslosenquote laut Statistikamt im ersten Quartal mit 0,9 Prozent noch stärker zurück. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 2,3 Millionen Arbeitslose registriert. Das waren 94 000 weniger als im Schlussquartal 2019.

Das Statistikbüro erklärten die fallende Arbeitslosenquote mit einem starken Rückgang der Zahl derer, die sich in der Phase der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie arbeitssuchend gemeldet hatten. Demnach hätten sich viele Personen in der Phase der Ausgangssperren beispielsweise um die Betreuung ihrer Kinder gekümmert.

Die Behörde Insee machte in der Mitteilung deutlich, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit keinesfalls auf eine Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen sei./jkr/fba