Investor kehrt Apple den Rücken, Amazon fährt Rekordgewinne ein und die Konjunktur der Euro-Zone nimmt Fahrt auf

Starinvestor steigt bei Apple aus

Carl Icahn zieht sich aus dem Apple-Konzern zurück. Nachdem er mit seinem Investment einen Gewinn von zwei Milliarden Dollar für sich verbuchen konnte, steigt er aus. 2013 erst hat sich der als besonders aggressiver Investor bekannte Icahn bei Apple eingekauft und machte unter anderem mit Forderungen nach Aktienrückkäufen und höheren Ausschüttungen von sich Reden.

Erster Umsatzrückgang von Apple sowie die unsichere Lage auf dem chinesischen Markt haben ihn zum Rückzug bewogen. Apple erzielte im letzten Quartal zwar wieder ein deutliches Umsatz-Plus, dennoch verzeichnete das Unternehmen den ersten Rückgang seit 13 Jahren. Allein auf dem chinesischen Markt gingen die Erlöse um mehr als 25 Prozent zurück. China ist nach den USA der zweitwichtigste Wirtschaftsraum für Apple. Die Konkurrenz durch Billiganbieter sowie die merkliche Konjunkturabschwächung machen dem Unternehmen dort besonders zu schaffen, berichtet das Manager Magazin: http://goo.gl/2bp2df

Amazon übertrifft Erwartungen der Anleger

Dem weltgrößten Online-Händler ist es im letzten Quartal gelungen einen Rekordgewinn einzufahren. Amazon verdiente nach eigenen Angaben 513 Millionen Dollar und übertraf damit bei Weitem die Erwartungen der Anleger, was nachbörslich einen Anstieg der Amazon-Aktie von 13 Prozent zur Folge hatte.

Den größten Einfluss auf den Gewinn hat für das Unternehmen das äußerst profitable Geschäft mit den AWS-Cloud-Diensten, welche mittlerweile auch etablierte Firmen wie Netflix oder Spotify nutzen. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten die Gewinne auch im US-Geschäft wieder kräftig zulegen. Aufgrund verstärkter Investition in die Entwicklung neuer Produkte ist das Umsatzplus in der Vergangenheit eher klein ausgefallen. Mehr zum Thema auf sz.de: http://goo.gl/9pVGlP

Konjunktur in der Euro-Zone steigt

Wie die Wirtschaftswoche berichtet (http://goo.gl/1kuuBA), hat sich das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im ersten Quartal überraschend verdoppelt. Einer Schätzung des Statistikamts Eurostats zufolge sei das Bruttoinlandsprodukt in den Euro-Staaten innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Wirtschaftsexperten gingen lediglich von einem Wachstum von 0,4 Prozent aus. Mit dem wider Erwarten positiven Zuwachs lässt die Eurozone sogar die USA hinter sich. Die weltgrößte Wirtschaftsnation erreichte einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,1 Prozent.

Foto: Alex Staroseltsev