FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Experten der DZ Bank haben längerfristig denkenden Anlagen am Donnerstag in einer Strategiestudie zum Einstieg in Aktien geraten. "Wer Cash-Reserven besitzt, sollte diese in den kommenden Quartalen weiter abbauen und in die Märkte investieren", schrieb Analyst Christian Kahler in einer Studie vom Donnerstag. Ein "All-in" sei in Anbetracht der unsicheren Pandemie-Entwicklung aber nicht empfehlenswert, sondern eher eine Streuung über mehrere Länder und Indizes.

Da der Weg zu ehemaligen Höhen nicht geradlinig verlaufen werde, sei dabei eher Fernsicht gefragt, fuhr der Experte in seiner Strategiestudie fort. "Als Anleger kann man den aktuellen Stress an den Aktienmärkten umgehen, wenn man einen langen Blickwinkel einnimmt. Für all jene, die der Meinung sind, dass sich die Welt wieder normalisieren wird, und somit konstruktiv in die Zukunft schauen, ist jetzt der rationale Zeitpunkt, stärker am Aktienmarkt aktiv zu werden."

Entsprechend glaubt Kahler auch nicht, dass der Dax schon zeitnah wieder auf neue Rekorde schielen kann. Er hält dies erst in einigen Jahren für wahrscheinlich, möglicherweise erst in rund vier Jahren, also 2024. Bisher stammt der historisch höchste Dax-Kurs mit 13 795 Punkten aus dem Februar, kurz bevor sich die Viruskrise in Europa ausbreitete und dem deutschen Leitindex einen Crash binnen eines Monats um 40 Prozent einbrockte. Auf dem derzeitigen Niveau von rund 10 300 Punkten gilt es noch etwa ein Drittel aufzuholen./tih/la/he