WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat den Handel am Montag mit moderaten Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg um minimale 2,45 Punkte oder 0,08 Prozent auf 3.073,36 Einheiten. Damit folgte der heimische Leitindex nach dem langen Wochenende der Erholungsbewegung der europäischen Leitbörsen, auch wenn der ATX am Nachmittag einen Großteil seiner Kursgewinne aus dem Verlauf wieder eingebüßt hatte.

In der Vorwoche war es international noch deutlich bergab gegangen. Für eine etwas aufgehellte Stimmung sorgte jedoch zum Wochenstart, dass die Ratingagentur S&P am Freitagabend ihre Kreditwürdigkeitseinschätzung für Italien vorerst unverändert ließ.

Auch der Rückzug der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU-Parteispitze nach den massiven Stimmenverlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen belastete die Märkte nicht merklich. Merkel will auf den CDU-Vorsitz verzichten, das Amt der Kanzlerin will sie jedoch bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode, also bis 2021, behalten.

Wichtige Daten standen heute nicht auf der Agenda. Am Wiener Markt rückten Palfinger mit Unternehmensergebnissen in den Fokus. Der Hebevorrichtungshersteller hat in den ersten drei Quartalen 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr Umsatz, aber weniger Gewinn erzielt. Der Umsatz stieg um 8,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, das Konzernergebnis sank um 4,4 Prozent auf 48,3 Millionen Euro. Die Papiere legten klare 6,21 Prozent auf 26,50 Euro zu.

Ans Ende der Kursliste rutschten dagegen bei hohen Umsätzen die Aktien der AMAG mit minus 10,59 Prozent auf 34,60 Euro ab. Vor dem Wochenende waren die Titel bereits um mehr als sieben Prozent gefallen. Seit Anfang Oktober haben die Aktien bereits mehr als ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Damit befinden sich die AMAG-Papiere derzeit auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2017. Am kommenden Mittwoch wird die Alu-Schmiede ihre Ergebnisse für die ersten neun Monate vorlegen.

Auch AT&S wird am Mittwoch seine Zwischenbilanz für das erste Halbjahr vorlegen. Die Papiere schlossen am Montag um 4,33 Prozent schwächer bei 19,42 Euro. Klar im Minus gingen zudem Indexschwergewichte wie Verbund (minus 4,34 Prozent) und Raiffeisen (minus 2,44 Prozent) aus dem Handel./bel/ste/APA/nas