WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit Kursgewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 0,42 Prozent auf 3344,94 Punkte. In einer verhaltenen europäischen Börsenlandschaft konnte der Markt in Wien ein klares Plus verbuchen. Unterstützung kam von der Wall Street wo der Dow Jones erstmals in seiner Geschichte über die runde Marke von 24 000 Punkten geklettert war.

In Wien konnten unter den Schwergewichten Andritz um 1,5 Prozent auf 47,06 Euro zulegen. Erste Group und OMV legten jeweils um 0,3 Prozent zu. Raiffeisen Bank International mussten hingegen einen Kursverlust von 1,5 Prozent verbuchen.

In der laufenden Berichtssaison legten Strabag und Warimpex Quartalszahlen vor. Die Aktie des Baukonzerns verbilligte sich um 1,9 Prozent. Die Strabag hat in den ersten neun Monaten des Jahres seine Bauleistung um neun Prozent gesteigert, der Konzerngewinn ging jedoch deutlich um 29 Prozent zurück.

Die Papiere des Immobilienentwicklers und Hotelbetreibers Warimpex erhöhten sich um moderate 0,1 Prozent auf 1,49 Euro. Warimpex hat durch den Verkauf von Hotels für die ersten neun Monate 2017 einen deutlich gestiegenen Gewinn ausgewiesen.

CA Immo bauten einen deutlichen Gewinn von 3,1 Prozent auf 25,25 Euro. Das Immounternehmen hat aus dem Verkauf ihres Drittel-Anteils am Frankfurter Büroturm Tower 185 rund 150 Millionen Euro Nettozufluss erzielt. Der Verkauf sei deutlich über Buchwert erfolgt.

Porr-Titel kletterten satte 5,3 Prozent auf 27,00 Euro hoch. Die Analysten von SRC Research haben nach der Vorlage der Neunmonatsergebnisse des Baukonzerns ihr Kursziel für die Aktien mit 36,0 Euro bestätigt. Auch die Kaufempfehlung "Buy" blieb unverändert. SRC-Experte Stefan Scharff zufolge fielen die Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2017 etwas schwächer aus als im Vorjahr, ein gutes drittes Quartal konnte jedoch einigen Schwächen aus dem ersten Halbjahr aufwiegen. Auch der Ausblick für die kommenden Jahre sehe vielversprechend aus, heißt es in der Studie.

Wienerberger schlossen mit plus 0,6 Prozent bei 19,08 Euro. Der Ziegelkonzern kauft bis zu 1,2 Millionen Aktien zurück, das entspricht 1,02 Prozent des Grundkapitals. Der Kurs darf bis zu 30,76 Euro betragen./ste/APA/jha