WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 0,70 Prozent auf 3.485,79 Einheiten. Marktbewegende Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda. Für Unsicherheit sorgte jedoch die Regierungsbildung in Italien. In dem Land haben sich die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die Rechtspartei Lega auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Einige Punkte sind aber noch offen, darunter die Frage, wer künftig Ministerpräsident wird.

Auch der italienische Koalitionsentwurf sorgte für Unruhe. In diesem werden Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen gefordert, die kaum mit den Verpflichtungen in der Eurozone zu vereinbaren sein dürften. Nicht mehr im Programm enthalten ist allerdings die Forderung nach einem Schuldenerlass durch die EZB.

An letzter Stelle der Wiener Kursliste standen FACC mit minus 7,15 Prozent auf 17,92 Euro. Die Aktien des Luftfahrtzulieferers setzten damit ihren Abwärtstrend der vergangenen Handelstage fort. Bereits am Mittwoch hatten die Papiere nach Vorlage der endgültigen Jahreszahlen rund sechseinhalb Prozent verloren, am Donnerstag gaben sie weitere 1,8 Prozent ab. Seit Wochenstart haben die Aktien bereits rund 17 Prozent eingebüßt. Analysten verwiesen zur Begründung der Abschläge auf Gewinnmitnahmen.

Die Papiere der Porr brachen um 6,81 Prozent auf 32,15 Euro ein. Nach einer Analystenabstufung fielen Verbund um 1,50 Prozent auf 27,58 Euro. Auch Andritz verloren 1,10 Prozent auf 42,96 Euro. Dagegen korrigierten AT&S um 3,22 Prozent auf 18,58 Euro nach oben und setzten sich damit an die erste Stelle im ATX. Am Vortag waren die Papiere noch um über drei Prozent abgesackt./bel/ste/APA/edh