MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) – Im Sog international abrutschender Kurse sind am Dienstag auch die osteuropäischen Börsen unter Druck geblieben. Das alles beherrschende Thema blieb wie schon am Vortag die Sorge vor einer erneuten Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China.

Allen voran ging es in Warschau kräftig bergab: Der Wig-30 sackte dort um 2,29 Prozent auf 2572,43 Punkte ab, während der breiter gefasste Wig um 2,10 Prozent auf 57 845,47 Zähler fiel. Beide verzeichneten damit bereits den fünften Verlusttag in Folge. Mit 7,3 Prozent mussten die Aktionäre des Chemiekonzerns Grupa Azoty die massivsten Abschläge einstecken. Den Titeln des Bergbauunternehmens JSW erging es mit minus 6,5 Prozent kaum besser. Unter den größten Verlierern folgten die Energiekonzerne PGE und Tauron mit einem Kursverlust von 5,9 beziehungsweise 4,4 Prozent.

Der Budapester Bux verlor 1,11 Prozent auf 41 084,57 Punkte, womit er seine Verlustserie auf nun schon vier Tage ausbaute. Die wichtigsten Indexwerte schlossen allesamt mit rotem Vorzeichen. Am deutlichsten galt dies für die Mol -Aktien mit minus 1,7 Prozent und Gedeon Richter mit minus 1,4 Prozent. Die Titel der OTP Bank schlugen sich mit einem Verlust von 0,7 Prozent ein wenig besser als der Gesamtmarkt. Einen nur moderaten Abschlag von 0,2 Prozent gab es bei den Aktien von MTelekom .

In Prag schlug sich der PX mit einem nur knappen Abschlag von 0,11 Prozent auf 1063,50 Zähler vergleichsweise gut. Als Stütze galten hier solide Finanzwerte: Die Titel der Vienna Insurance Group , der Komercni Banka und der Moneta Money Bank legten am Ende um zwischen 0,6 und 0,7 Prozent zu. Unter Druck standen dagegen die Aktien des Spirituosenherstellers Stock und des Softwareunternehmens Avast mit einem Kursabschlag von bis zu 1,8 Prozent.

In Moskau verlor der RTSI-Index 0,62 Prozent auf 1237,86 Punkte./tih/he