MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) – Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag nach dem 1.Mai-Feiertag mehrheitlich nachgegeben. Nur in Tschechien wurden Gewinne verzeichnet.

In Prag zog der Leitindex PX sogar um deutliche 1,38 Prozent auf 1083,50 Punkte an. Das Handelsvolumen lag bei 0,56 (Dienstag: 0,65) Milliarden tschechischen Kronen. Gestützt wurde der PX vor allem von den Kursgewinnen der Moneta-Money-Bank-Aktien, die nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen und angekündigten Aktienrückkäufen 2,6 Prozent gewannen.

Auch die Titel der Konkurrentin Komercni Banka profitierten von den Zahlen und legten um 1,9 Prozent zu. An der Spitze des tschechischen Leitindex gewannen die Anteile des Spirituosenherstellers Stock 3,3 Prozent und die des Softwarekonzerns Avast 2,8 Prozent.

In Budapest gab der Leitindex Bux ungeachtet positiver Konjunkturdaten um 0,36 Prozent auf 42 366,82 Zähler nach. Das Handelsvolumen belief sich auf 8,0 (Dienstag: 9,4) Milliarden ungarische Forint. Im April war der ungarische Einkaufsmanager-Index von 52,5 Punkten im Vormonat auf 54,9 Punkte gestiegen. Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum.

Auf Unternehmensseite kündigte der Öl- und Gaskonzern MOL den Bau eines Werks zur Herstellung von Gummibitumen an. Die Investition werde vom ungarischen Staat mit 750 Millionen Forint gefördert und 2020 in Betrieb gehen, kündigte MOL-Chef Zsolt Hernadi an. Die Aktien des Unternehmens profitierten nicht davon und verloren 0,6 Prozent.

Die Papiere der OTP Bank gaben ebenfalls um 0,6 Prozent nach, während die Aktien des Pharmaunternehmens Richter Gedeon mit minus 0,09 Prozent kaum verändert schlossen. Unter den Bux-Schwergewichten legten somit nur die Titel von Magyar Telekom zu. Sie beendeten den Handelstag 0,9 Prozent höher.

In Warschau sank der Wig-30 um 0,69 Prozent auf 2664,04 Punkte. Der breiter gefasste Wig fiel um 0,67 Prozent auf 59 744,30 Zähler. Der Einkaufsmanagerindex für die polnische Industrie war zwar von 48,7 Punkten im März auf 49,0 Zähler im April gestiegen und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung. Allerdings blieb er weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Unter den Einzelwerten rutschten die Aktien des Chemieunternehmens Grupa Azoty mit einen Minus von gut 4 Prozent an das Ende des Wig-30. Schwach zeigten sich auch die Aktien der Bergbaukonzerne KGHM mit minus 3,2 Prozent und JSW mit minus 2,8 Prozent.

In Moskau verlor der RTSI-Index 0,83 Prozent auf 1238,05 Punkte./dkm/APA/ck/he