BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) – Osteuropas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag mehrheitlich etwas zugelegt. Lediglich die Prager Börse endete im Minus. Marktteilnehmer verwiesen auf die Zurückhaltung der Anleger vor einer möglichen Unabhängigkeitserklärung der katalanischen Regionalregierung am Dienstagabend.

Der Warschauer Wig-30 stieg um 0,48 Prozent auf 2894,51 Punkte. Der breiter gefasste Wig gewann 0,45 Prozent auf 65 046,57 Einheiten. Unter den Einzelwerten stachen Kernel mit einem Minus von 4,43 Prozent negativ hervor. Mit minus 3,19 Prozent gingen die Papiere des Chemiekonzerns Synthos aus dem Handel. Auf der Gewinnerseite waren Bankaktien zu finden. mBank und Bank Millenium zogen um 3,48 beziehungsweise 4,02 Prozent an. Bei der PKO Bank ging es um 2,69 Prozent bergauf.

In Prag fiel der Leitindex PX um 0,85 Prozent auf 1050,06 Punkte. Neue Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Einziger Kursgewinner im PX waren die Papiere des Medienkonzerns CETV mit plus 0,16 Prozent. Weit unten auf der Kurstafel standen Moneta Money Bank mit minus 1,43 Prozent. Die beiden Branchenkollegen Erste Group (minus 0,76 Prozent) und Komercni Banka (minus 1,13 Prozent) schlossen ebenfalls mit Abschlägen.

Der ungarische Leitindex Bux kletterte um 0,06 Prozent auf 38 031,67 Zähler aufwärts. Konjunkturseitig richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Für Ungarn hat der IWF seine Erwartungen für das Wirtschaftswachstum 2017 von 2,9 Prozent (IWF-Prognose von April) auf 3,2 Prozent angehoben. Bei den Einzelwerten blieb es ruhig. Etwas deutlicher bergab ging es für die Papiere von Richter Gedeon (minus 0,69 Prozent).

Der Moskauer RTS-Interfax-Index schloss 0,21 Prozent höher bei 1134,86 Punkten./bel/APA/edh/he