MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) – Mehrheitlich mit Verlusten schlossen Osteuropas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte. Das europäische Börsenumfeld zeigte sich ebenfalls schwächer. Als Belastung machten Börsianer die Befürchtung aus, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht so schnell beigelegt werden kann wie zunächst erhofft. Lediglich der Moskauer RTS-Index konnte sich dem Abwärtssog entgegenstemmen und stieg um 0,53 Prozent auf 1226,26 Punkte.

Der Warschauer Wig-30 verlor 0,13 Prozent auf 2705,11 Punkte. Der breiter gefasste Wig schloss prozentuell unverändert bei 60 788,38 Zählern. Unter den Einzelwerten gaben die Aktien von PKN Orlen um 1,0 Prozent nach. Der Energiekonzern hatte vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 3,5 polnischen Zloty je Anteilsschein zu zahlen. Zudem stachen die deutlichen Kursverluste bei Lotos (minus 5 Prozent) heraus. Ebenfalls schwächer schlossen die Papiere des Einzelhändlers Eurocash mit minus 3,3 Prozent.

Der Budapester Leitindex Bux fiel um 0,12 Prozent auf 41 964,35 Zähler. Bei den Bux-Schwergewichten zeichnete sich ein positiver Trend ab. So stiegen OTP Bank um 0,3 Prozent, nachdem der Vorstand des Geldhauses eine Dividende von 219 Forint vorgeschlagen hatte. Für die Anteilsscheine des Erdölkonzerns MOL ging es um 0,5 Prozent bergauf. Die Wertpapiere der Magyar Telekom zeigten sich um 1,7 Prozent fester. Die Aktien des Pharmakonzerns Gedeon Richter gaben hingegen um 1,8 Prozent nach. Die Anteilsscheine des seit dieser Woche im Bux aufgenommenen IT-Unternehmens 4iG sackten um fast 15 Prozent ab.

Der Prager PX büßte 0,19 Prozent auf 1073,37 Punkte ein. Weder wichtige Konjunkturdaten noch Unternehmensnachrichten bewegten den Handel. Mit Blick auf die Einzelwerte waren die Anteilsscheine des Medienkonzerns CETV gut gesucht. Sie kletterten um 2,5 Prozent an die Spitze des tschechischen Leitindex. Ans Indexende fielen hingegen die Papiere des Softwareunternehmens Avast mit minus 2,2 Prozent./sto/APA/edh/fba