BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) – Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Freitag zumeist zugelegt und damit von dem wieder freundlichen Umfeld profitiert. In Moskau hingegen wurden überwiegend Verluste verzeichnet.

Der ungarische Leitindex Bux stieg um 0,90 Prozent auf 40 021,89 Einheiten. Konjunkturseitig rückte in Ungarn die Lohnentwicklung in den Vordergrund. Die Bruttolöhne stiegen im November im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent.

Unter den Einzelwerten verbuchten die Schwergewichte des Bux Kursgewinne: Die Papiere des Mineralölkonzerns MOL stiegen um 2,11 Prozent. MTelekom verbesserten sich um 0,64 Prozent.

Der Warschauer WIG-30 gewann 0,41 Prozent auf 2990,81 Einheiten. Der breiter gefasste Wig stieg um 0,28 Prozent auf 66 897,08 Punkte.

Konjunkturdatenseitig rückten Produktionszahlen zur polnischen Industrie ins Zentrum. Diese fielen im Vergleich zum Vorjahr im Dezember mit plus 2,7 Prozent schlechter aus als von Experten erwartet. Der geringere Zuwachs blieb laut Erste-Group-Expertin Katarzyna Rzentarzewska unter anderem den Produktionskürzungen im Bereich Bergbau geschuldet.

Daneben traten auch frische Einzelhandelsumsatzzahlen, ebenfalls für den Dezember, in den Vordergrund. Auch diese fielen mit einem Jahreszuwachs von 6 Prozent überraschend schwach aus. Experten hatten mit einer Steigerung von 8,6 Prozent gerechnet.

Unternehmensseitig rückte der Speiseölproduzent Kernel in den Fokus. Die Aktien des Unternehmens büßten 1,72 Prozent ein. Der Konzern hatte zuvor schwache Zweitquartalszahlen und Umsatzeinbußen von mehr als 20 Prozent vermeldet.

Unter den weiteren Einzelwerten erholten sich die Papiere des Inkassounternehmens KRUK mit plus 3,54 Prozent. Am Vortag hatten die Aktien 2,36 Prozent abgegeben.

Zu den größten Verlierern zählten am Freitag die Anteilsscheine der Bank Millennium mit minus 1,24 Prozent.

Der tschechische Leitindex PX stieg um 0,41 Prozent auf 1123,62 Punkte. Unter den Einzelwerten reduzierten sich die Papiere des Spirituosenherstellers Stock um 0,55 Prozent. Am Vortag waren die Aktien des Konzerns um fast 10 Prozent nach oben geschossen. Die Analysten der Berenberg Bank hatte ihr Kursziel für die auch in London notierten Anteilsscheine deutlich angehoben.

Gut gesucht waren am Freitag die Papiere von CEZ mit einem Plus von 0,98 Prozent. Die Aktien von O2 stiegen um 0,91 Prozent. Am anderen Ende des Index fielen die Anteilsscheine des Medienunternehmens CETV um mehr als 1 Prozent.

Der russische Leitindex RTSI büßte 0,65 Prozent auf 1270,92 Zähler ein, nachdem er tags zuvor noch mehr als 1 Prozent gewonnen hatte./sto/APA/la/she