BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) – In einem wackeligen Umfeld am gesamteuropäischen Aktienmarkt haben sich Osteuropas wichtigste Börsen am Montag mehrheitlich schwächer gezeigt. Lediglich in Warschau konnte der Markt leichte Gewinne verbuchen, in Prag und Budapest ging es bergab. Auch in Moskau gab der Leitindex RTSI um knapp ein halbes Prozent auf 1160,56 Punkte nach.

Der Leitindex Bux gab in Budapest um 0,72 Prozent auf 39 424,29 Punkte nach. Für ihn war es bereits der dritte Handelstag in Folge mit Verlusten. Das deutlichste Minus unter den Schwergewichten musste Aktionäre der OTP Bank einstecken. Die Aktien des Finanzhauses verbilligten sich im schwachen europäischen Sektorumfeld um etwa 2 Prozent. Belastet vom nachgebenden Ölpreis kamen außerdem die Papiere von MOL mit 1,2 Prozent unter Druck. Die Pharmaaktie Gedeon Richter dagegen legte 1 Prozent zu. MTelekom stiegen ferner um 0,4 Prozent.

In Prag hat der Leitindex PX 0,46 Prozent tiefer bei 1049,81 Punkten geschlossen. Er musste damit bereits den fünften Verlusttag in den vergangenen sechs Sitzungen hinnehmen. Zu den Verlierern gehörten vor allem die Papiere der Erste Group , die 2,5 Prozent an Wert verloren. Die Papiere des Branchenkollegen Moneta Money Bank ermäßigten sich außerdem um 0,5 Prozent, während jene der Komercni Banka prozentual unverändert schlossen. Im Energiebereich brachten die Titel von CEZ ein Plus von 0,4 Prozent über die Ziellinie.

Der Warschauer Wig-30 war mit einem Aufschlag von 0,47 Prozent auf 2860,43 Punkte die positive Ausnahme. Der breiter gefasste Wig steigerte sich in ähnlichem Maße auf 64 177,91 Zähler. Im Gegensatz zu den übrigen Märkten waren Finanzwerte hier bei Anlegern gefragt: Alior Bank, Bank Pekao und MBank verteuerten sich zwischen 2,2 und 2,5 Prozent. Die Aktien der PKO Bank gewannen außerdem 1,2 Prozent. Ungeachtet tieferer Ölpreise schlossen die Aktien von PKN Orlen mit plus 2,8 Prozent./ste/APA/tih/jsl