NEW YORK (dpa-AFX) – Nach drei Erholungstagen scheint der Wall Street zum Wochenschluss die Luft ausgegangen zu sein. Belastungsfaktor war vor allem eine erneute Zuspitzung des amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts. Der Arbeitsmarktbericht für März hingegen dürfte keinen allzu großen Einfluss auf die Stimmung am Markt haben.

Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,56 Prozent auf 24 367,13 Punkte, steuert damit aber immer noch auf einen Wochengewinn von einem Prozent zu. Für den breit gefassten S&P 500 ging es 0,47 Prozent auf 2650,44 Punkte nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 0,39 Prozent auf 6568,93 Punkte.

"Nachdem es gestern für einen Moment so aussah, als würde im Streit zwischen den USA und China etwas Mäßigung einkehren, holte Trump zum erneuten Schlag mit der Zollkeule aus", schrieb Pia Ahrens von der BayernLB. Dabei verwies sie auf die Androhung zusätzlicher Strafzölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar durch den US-Präsidenten. China reagierte umgehend und kündigte "umfassende Gegenmaßnahmen" an.

Am Arbeitsmarkt blieb zwar der Beschäftigungszuwachs hinter den Prognosen zurück, doch zugleich entwickelte sich der Lohnanstieg wie erwartet. Thomas Altmann von QC Partners sprach daher von einer Entwicklung, die "den Geschmack vieler Anleger genau trifft", denn "diese Kombination nimmt Druck von der Fed", sagte der Portfoliomanager mit Blick auf den Zinsanhebungskurs der US-Notenbank./ck/stk