NEW YORK (dpa-AFX) – Der US-Leitindex Dow Jones Industrial drängt in immer höhere Gefilde. Nachdem er am Donnerstag gleich zur Handelseröffnung die runde Marke von 24 000 Punkten hinter sich gelassen hatte, spurtete er im Verlauf bis auf 24 327,82 Punkte. Zuletzt belief sich das Plus beim Stand von 24 244,15 Punkten auf 1,27 Prozent.

Abermals lieferten die Steuerreform-Pläne von US-Präsident Donald Trump den Treibstoff für die Gewinne. Laut Marktbeobachtern sind die Chancen für einen Erfolg der Pläne weiter gestiegen. Für den Monat November zeichnet sich beim Dow ein Plus von 3,7 Prozent ab.

Dem marktbreiten S&P 500 gelang mit 2657,74 Punkten ebenfalls ein weiteres Hoch. Mit plus 0,84 Prozent notierte er zuletzt bei 2648,23 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq wechselten die Indizes nach dem Ausverkauf am Vortag wieder in den Erholungsmodus. Der Nasdaq 100 rückte um 0,81 Prozent auf 6362,53 Punkte vor. Tech-Werte wie Apple , Amazon , Facebook oder Netflix , die am Vortag noch deutlich abgestraft wurden, waren wieder gefragt.

In der Region Chicago hatte sich zudem das Geschäftsklima im November nicht ganz so deutlich verschlechtert wie erwartet. Wachstumszweifel sollten nicht aufkommen, hieß es von der Helaba. Die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte in den USA waren im Oktober hingegen in etwa so gestiegen wie von Volkswirten prognostiziert. Die Inflation hatte sich nur wenig verändert.

Bester Dow-Wert waren die Anteile von Goldman Sachs mit einem Zuwachs von gut 3 Prozent. Andere Bankenwerte am New Yorker Aktienmarkt wie JPMorgan , Citigroup oder Morgan Stanley präsentierten sich ebenfalls fest. Die Branche gilt als Profiteur der Steuersenkungspläne Trumps und der damit einhergehenden Erwartung einer anziehenden Inflation.

Ölwerte rückten vor. ExxonMobil und Chevron verbuchten im Dow Kursgewinne von jeweils mehr als 1 Prozent. Eine Allianz aus 24 wichtigen Ölstaaten hatte beschlossen, ihr selbst auferlegtes Förderlimit zur Stützung der Ölpreise um neun Monate bis Ende 2018 zu verlängern.

Sehr hohe Verluste von fast 16 Prozent mussten die Papiere von Axalta verkraften, nachdem nun auch der japanische Spezialchemiekonzern Nippon Paint die Fusionsgespräche mit dem US-Unternehmen beendete. Zuvor hatten bereits der niederländische Spezialchemie- und Farbenkonzern Akzo Nobel und Axalta keine Einigung für einen Zusammenschluss erzielt.

Die Aktien von Juniper Networks sackten um sechseinhalb Prozent ab. Der finnische Konkurrent Nokia hatte einen Bericht über ein Interesse an dem US-Konzern dementiert. "Wir sind weder in Gesprächen mit Juniper über eine mögliche Übernahme noch bereiten wir eine Offerte vor", teilte Nokia am Donnerstag mit.

Die US-Drogerie- und Apothekenkette CVS kommt laut einem US-Zeitungsbericht beim Buhlen um den Krankenversicherer Aetna voran. Bereits am Montag könnte die mehr als 66 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme angekündigt werden, schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Die CVS-Aktien lagen zuletzt mit fast 4 Prozent im Plus, die Papiere von Aetna mit etwas mehr als 1 Prozent. Am Markt wird schon länger über einen solchen Deal spekuliert./ajx/she