NEW YORK (dpa-AFX) – Schon mit moderaten Gewinnen dürften die New Yorker Börsen am Montag auf Rekordkurs bleiben. Rund eine Stunde vor Handelsbeginn zeichnet sich ab, dass der Dow Jones Industrial auf Augenhöhe mit den am Freitag erreichten 22 905 Punkte beginnen wird. Vom Handelshaus IG wurde der Leitindex zuletzt knapp darüber bei 22 907 Punkten taxiert. Dies wäre ein kleines Plus von 0,15 Prozent.

Weitere wichtige Indizes müssen sich ebenfalls mit Bestmarken vom Freitag messen: Der breiter gefasste S&P 500 war vor dem Wochenende bis auf 2557 Punkte gestiegen und der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 bis auf 6100 Punkte.

Insgesamt aber droht es den Anlegern zu Wochenbeginn weiter an klaren Impulsen zu mangeln. Nachdem in der Vorwoche diverse Unternehmen aus dem Bankensektor Zahlen präsentiert hatten, die durchwachsene Kursentwicklungen nach sich zogen, macht zu Wochenbeginn auch die Berichtssaison zunächst eine kleine Pause. Am Dienstag werden mit Morgan Stanley und Goldman Sachs sowie Johnson & Johnson und IBM weitere Schwergewichte aus den großen Indizes Einblick in ihre Bücher gewähren.

Zwar an diesem Montag, aber erst nachbörslich, werden die Resultate von Netflix erwartet. Papiere der Videoplattform lagen im vorbörslichen Geschäft nochmals über 1 Prozent im Plus, nachdem sie am Freitag schon um fast 2 Prozent gestiegen waren. Erstmals in ihrer Geschichte kosteten sie dabei vorübergehend mehr als 200 Euro. Einige Vorschusslorbeeren für die Zahlen drohen damit schon eingepreist sein.

Ein vorbörslich großer Verlierer waren mit minus 2 Prozent die Aktien von Adobe Systems . Zuvor hatte die Deutsche Bank unter anderem aus Bewertungsgründen ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Softwarekonzerns aufgegeben. Analyst Nandan Amladi rechnet bei diesem mit einem normalisiertem Wachstum und einem verlangsamten Verkaufszyklus.

Einen Blick wert sein könnten außerdem Ölaktien wie ExxonMobil , Chevron oder ConocoPhillips . Der Ölpreis ist wegen Sorgen vor Förderausfällen im Irak weiterhin auf dem Vormarsch. Ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete daraufhin am Terminmarkt soviel wie seit Ende September nicht mehr. Als Grund dafür gilt der militärische Konflikt zwischen Kurden und irakischen Truppen im Norden des Landes./tih/ag