NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen dürften sich am Mittwoch zum Handelsstart leicht stabilisieren und nur moderate Verluste verzeichnen. Der wieder eskalierte Zollstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China bleibt zugleich weiter wichtigstes Thema. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart 0,37 Prozent tiefer auf 25 868 Punkte. Tags zuvor war der Wall-Street-Index um fast 2 Prozent abgesackt.

Am morgigen Donnerstag sollen die Handelsgespräche in Washington fortgesetzt werden. Ab Freitag, so hatte US-Präsident Donald Trump vor wenigen Tagen überraschend angekündigt, soll es deutlich höhere Sonderzölle auf chinesische Waren geben. Die Verhandlungen kämen zu langsam voran und China habe versucht nachzuverhandeln, lautete die Begründung.

Unter den Einzelwerten am US-Markt dürften zunächst vor allem die Papiere des Uber -Konkurrenten Lyft im Blick stehen. Lyft hatte am Vorabend nach Handelsschluss Quartalszahlen vorgelegt und die Anleger für das Gesamtjahr 2019 auf den bislang größten Verlust in der Firmengeschichte eingestellt. Vor dem Handelsstart an der Nasdaq ging es für die erst vor wenigen Wochen an die Börse gebrachten Papiere um etwas mehr als 2 Prozent abwärts. Dieses Minus mit hinzu gerechnet notieren sie inzwischen fast 20 Prozent unter ihrem Ausgabepreis von 72 US-Dollar.

"Der ganze Optimismus angesichts Kursrally zum Börsengang ist dahin", sagte Michael Hewson von CMC Markets. "Die Quartalszahlen helfen nicht gerade, die Sorgen über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells zu vertreiben." Auch für Uber könnte dies ein schlechtes Omen sein. Der Fahrdienstleister, dessen Börsengang zu den größten überhaupt zählen wird, dürfte am Freitag über die Bühne gehen. Morgen wird erwartet, dass Uber den endgültigen Ausgabepreis für seine Papiere bekannt gibt.

Microchip Technology büßten vor dem Handelsstart rund 5 Prozent ein. Der im Nasdaq-Auswahlindex 100 notierte Halbleiterhersteller enttäuschte mit seinem bereinigten Ergebnis je Aktie.

Quartalszahlen werden zudem von den Medienkonzernen Walt Disney und Fox erwartet./ck/fba