NEW YORK (dpa-AFX) – Nach einer zweitägigen Erholungsrally dürften die Anleger am Dienstag an den New Yorker Börsen wieder zögerlicher werden. Eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,33 Prozent tiefer bei 24 520 Punkten. Zuvor hatten auch die Kurse nachgegeben. In Asien hatte sich eine eher gemischte Kurstendenz ergeben.

Laut Marktanalyst David Madden von CMC Markets scheuen die Aktienanleger am Dienstag wieder das Risiko. "Die Erinnerungen an den jüngsten Kursrutsch sind noch zu frisch", blickte der Experte auf die vergangenen beiden Handelswochen zurück, die jeweils mit Wochenverlusten von mehr als 4 Prozent die trübsten seit etwa zwei Jahren waren. "Einige Investoren befürchten, dass wir noch immer nicht aus dem Gröbsten heraus sind", fügte der Experte hinzu.

Von Konjunkturseite sind am Dienstag noch keine neuen Impulse zu erwarten. Die Augen der Investoren sind bereits auf die Verbraucherpreisdaten am Mittwoch gerichtet. Eine höhere Inflation wäre ein Indiz für mehr geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank Fed und könnte so die Sorgen vor einer steileren Zinskurve wieder intensivieren. Diese "Zinsangst" galt zuletzt als Auslöser für den Kursrutsch. Von seinem Rekordhoch bei 24 616 Punkten liegt der Dow derzeit etwa 2000 Punkte entfernt.

Bei den Einzelwerten lohnt sich am Dienstag vor allem ein Blick auf die Under-Armour-Aktie , die vorbörslich um 9 Prozent durch die Decke geht. Bei dem kriselnden Sportartikelkonzern reagieren die Anleger erleichtert auf anziehende Umsätze im vierten Quartal – unter anderem gab es Lob am Markt für einen verbesserten Trend in Nordamerika. Gut an kamen auch Kostensenkungsziele sowie eine besser als erwartete Bruttomarge.

Die Aktien von PepsiCo hingegen standen vorbörslich nach der Vorlage von Geschäftszahlen mehr oder weniger unverändert. Eine Flaute im Kerngeschäft mit Softdrinks hat dem für Pepsi-Cola bekannten Konzern im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt. Andrea Teixeira von JPMorgan sprach von einer operativ schwachen Entwicklung und einem enttäuschenden Ausblick auf das Jahr 2018. Dem gegenüber standen aber geplante Aktienrückkäufe und eine Dividendenerhöhung./tih/das