FRANKFURT (dpa-AFX) – Auch am Dienstag dürften sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt nicht allzu weit aus der Deckung wagen. Grund dafür ist unter anderem die am Donnerstag anstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB), von der sich Marktteilnehmer weitere Aufschlüsse über die Geldpolitik der Währungshüter erhoffen.

Knapp eine Stunde vor Eröffnung stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex 0,07 Prozent tiefer bei 12 994 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde zuletzt 0,06 Prozent niedriger erwartet.

Der Dax sollte damit in der Nähe der Marke von 13 000 Punkten bleiben, die er am Vortag gerade mal so behaupten konnte. Lediglich in der Vorwoche war es dem deutschen Leitindex mit einem Rekordhoch von 13 094 Punkten kurz gelungen, sich deutlicher von der runden Schwelle abzusetzen. Seitdem pendelt er um die Marke.

Von der Wall Street fehlt trotz weiterer Rekordhochs beim Dow Jones Industrial und beim S&P 500 frischer Schwung. Denn nach dem europäischen Handelsende war es zu Gewinnmitnahmen und einem Rutsch ins Minus gekommen. Ungebrochen blieb dagegen die Rally in Japan: Hier baute der Nikkei 225 seine Gewinnserie auf 16 Tage aus.

Im Zuge der Berichtssaison steht am Dienstag BASF im Fokus: Die Ludwigshafener haben im dritten Quartal mehr verdient und bestätigten ihren Ausblick. Einem Börsianer zufolge könnte letzteres leicht enttäuschen – einige Spieler am Markt hätten auf eine Erhöhung gesetzt. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate sanken die Aktien des Chemiekonzerns zuletzt um 0,3 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss.

Auch die ehemalige Bayer-Tochter Covestro wartete vor Börsenstart mit Quartalszahlen auf. Der Kunststoffhersteller profitierte von einer weiter robusten Nachfrage und höheren Preisen für seine Produkte. Umsatz und Gewinn legten stärker zu als Analysten erwartet hatten. Gleichzeitig kündigte Covestro ein Aktienrückkauf-Programm an und will dafür bis zu 1,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Covestro-Papiere verteuerten sich vorbörslich um 3,3 Prozent.

Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub ist nach den ersten neun Monaten angesichts höherer Rohstoffkosten nun vorsichtiger mit Blick auf den operativen Gewinn für 2017. Die Fuchs-Titel sackten auf Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um 5,4 Prozent ab.

Für Furore sorgen könnten die Aktien von Morphosys , die sich auf Tradegate um mehr als 8 Prozent festigten. Das Biotech-Unternehmen erzielte in den USA einen Erfolg mit seinem Antikörper zur Behandlung von Blutkrebs./edh/das