FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax könnte zum Start in den Oktober ein Rekordhoch erreichen. Eine Stunde vor Eröffnung am Mittwoch stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax 0,3 Prozent höher auf 12 878,00 Punkte. Bis zur alten Bestmarke von 12 951,54 Punkte aus dem Juni wäre es damit nur noch ein Katzensprung. Stützend wirkten ein schwächerer Euro, der den Export erleichtert, sowie positive Vorgaben von der Wall Street. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde zuletzt 0,14 Prozent höher erwartet.

Nach der moderaten Erholung vor dem Wochenende ist der Euro zum Wochenstart abermals unter Druck geraten – vor allem wegen des Referendums über die Abspaltung Kataloniens von Spanien. "Die Situation in Katalonien ist unklar. Die Unsicherheit lastet auf dem Euro", schrieb Thomas Altmann von QC Partners. Neben den Koalitionsverhandlungen in Deutschland gebe es damit in der EU "eine weitere Hängepartie", schrieb der Portfolio-Manager in einem Marktkommentar.

Bereits der September war für den Dax mit einem Plus von rund 6,4 Prozent ungewöhnlich stark verlaufen. "Anleger haben sich zuletzt nach dem Motto ‘The Trend is your Friend’ verhalten", schrieb Altmann. Die Nähe zum Allzeithoch lasse die Anleger mutiger werden. Ein Rückschlag dürfe jedoch niemanden überraschen, auch an der Börse wüchsen die Bäume nicht in den Himmel.

Der Aktienstratege Christian Schmitt von der Helaba macht zudem eine "leichte Entspannung im Nordikorea-Konflikt" als zusätzlichen Kurstreiber für Aktien aus. Der Sprung des Dax auf eine neue Bestmarke ist indes kein Selbstläufer. So sind kleinere Rückschläge nicht selten, bevor schließlich der Ausbruch über bisherige Höchststände gelingt.

Mit Blick auf Einzelwerte ist es zum Wochenbeginn ruhig. Die zuletzt stark unter Druck geratenen Aktien der Merck KGaA könnten sich etwas erholen. Die Berenberg Bank hat die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns mit "Buy" bekräftigt./bek/das